Linux Subsystem für Windows 10 verlässt den Beta-Status

Als Microsoft ankündigte Linux in Windows zu integrieren, reichten die Reaktionen von Staunen, Verwunderung bis hin zu hämischen Kommentaren. Mittlerweile hat sich das Linux-Subsystem so gut integriert und läuft stabil, dass es den Beta-Status verlässt und offiziell mit dem nächsten großen Update im Herbst verfügbar ist. Wer es bereits nutzt, für den ändert sich wenig. In der Praxis funktioniert das System bereits ohne Probleme.

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Retro Terminal für Ubuntu

Linux-Nutzer die in alten Erinnerungen schwelgen wollen, sollten sich die Anwendung “Cool Retro Term” anschauen. Die Anwendung ist ein normale Linux-Terminal, allerdings mit Optik und Verhalten eines alten Röhrenmonitors bzw. echten Terminals.

Die Optik lässt sich wahlweise auf Bernstein-Look, Grün auf Schwarz oder klassischen DOS-Look umstellen. Inklusive dem Flimmern, Nachleuchten und den verschwommenen Buchstaben.

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MediathekView – Mediatheken am Desktop nutzen

Die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender sind ganz nett, aber teilweise nicht sonderlich praktikabel. Oft nutzen diese noch Flash. Flash ist wegen der ganzen Sicherheitslücken schon vor einiger Zeit von meinem Rechner geflogen. Neben den Sicherheitslücken freut man sich noch über die hohe Systemlast die Flash mit sich bringt. Der Download von Sendungen für unterwegs ist meist auch nicht möglich.

Hier kommt jetzt die kostenlose Anwendung “MediathekView” ins Spiel. Diese läuft als normale Anwendung auf dem Desktop. Dank Programmierung in Java kann man die Applikation unter Windows, Linux und auch OSX nutzen. Eine Installation ist nicht notwendig. Einfach die Anwendung als ZIP-Datei herunterladen, entpacken und starten. Allerdings muss die Java-Runtime installiert sein.

Nach dem Start wird zuerst die Programmliste heruntergeladen. Zugriff hat man auf verschiedene Mediatheken: ARD, ZDF, Arte, 3Sat, SWR, BR, MDR, NDR, WDR, HR, RBB, ORF, SF.

Nutzung der Mediatheken

Die Videos können nach Sender, Sendung und Titel gefiltert werden. Auch eine Suchfunktion gibt es, wenn man nur einen Teil des Titels kennt. Die Suchergebnisse werden in einer Tabelle angezeigt. Zu jeder Sendung lassen sich zusätzliche Infos abfragen.

Die Videos lassen sich direkt abspielen. In diesem Fall öffnet sich dann z.B. der VLC-Player und übernimmt das Streaming.

MediathekView - Filter und Suchfunktion

Auch eine Aufzeichnung ist möglich. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine Downloadfunktion. Hier hat man auch die Wahl einer Qualitätsstufe. Anschließend erfolgt der Download und je nach Internetverbindung liegt die Sendung auch bald als MP4-Datei auf der Festplatte.

Falls die Sendung regelmäßig angeschaut werden soll, lässt sich diese auch abonieren.

MediathekView - Download

Livestreams

Neben den bereits gelaufenen Sendungen, lassen sich die Sender auch als Livesteam anschauen. Auch hier wird die Stream-URL zur Wiedergabe an einen externen Player übergeben.

Fazit

Eigentlich ist “MediathekView” eine Anwendung, wie man sie sich direkt von den öffentlich rechtlichen Sendern wünscht. Einfach zu bedienen, performant und auf jeder Plattform verfügbar. Während die Online-Mediathek gerne mal auf meinem Computer ruckelt und die Lüfter zum hochfahren bringt, läuft hier alles ohne Probleme.

Auch der Download von Sendungen ist etwas, was man bei den Mediatheken im Netz vermisst. Die Anwendung selbst ist kostenlos und Open-Source. Die Entwickler freuen sich aber über Spenden.

Hier geht es zur Webseite und Downloa0d.

Pi Music Box – Streaming Lösung für den Raspberry Pi

Pi MusicBox bezeichnet sich selbst als “Schweizer Taschenmesser” für Musik-Streaming mit dem Raspberry Pi. Und in der Tat: mit der Pi MusicBox verwandelt sich der Raspberry Pi in eine veritable Musik-Streaming-Box. Mit zahlreichen Funktionen. Neben lokalen Medien, lassen sich Webradios, Spotify und Podcasts nutzen. Auch Google Musicund Soundcloud Unterstützung sind integriert. Damit funktioniert die Lösung ähnlich wie Geräte von Sonos.

Als weitere nette Funktion für IOS-Awender wird Airplay unterstützt. Für andere Geräte werden offene Standards wie DLNA unterstützt. Funktionen die ich bei Sonos immer vermisst habe.

Die Installation ist recht einfach, Image herunterladen auf die SD-Karte bringen. Die Konfiguration erfolgt über eine Konfigurationsdatei. Hier werden die Einstellungen für WLAN, verfügbare Dienste etc. festgelegt.

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Anschließend läuft die MusicBox. Zugriff und Steuerung erfolgt über eine Weboberfläche, wahlweise gibt es auch Apps, welche die Steuerung über die API erlauben. Im Hintergrund kommt Modidy zum Einsatz, ein Medien-Server auf Basis von Python. Mit diesen technischen Feinheiten muss man sich jedoch selbst nicht weiter beschäftigen. Pi MusicBox ist eine bereits voll ausgestattete und konfigurierte Linux Distribution. Wer mag, kann natürlich auch direkt im SSH drauf zugreifen.

Da die Soundausgabe des RPI eher mies ist, ist auf jeden Fall noch eine USB-Soundkarte empfehlenswert. Zahlreiche werden unterstützt, ich selbst nutze eine billige für 6 Euro. Ansonsten werden auch andere spezielle RPI-Soundkarten unterstützt.

Auch auf Geräten der ersten Generation läuft Pi MusicBox ohne Probleme.

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Raspberry Pi Original WLAN Adapter

Mit WLAN und dem Raspberry Pi hatte ich schon die ein oder andere Sorge. Es gibt viele WLAN-Adapter die eigentlich ganz gut funktionieren. Im Details hatte immer mal wieder Probleme. Mit einigen wurden keine WLANs angezeigt. Bei anderen hatte ich das Problem, dass diese in den Standby-Modus wechseln und damit der Raspberry Pi nicht mehr im Netzwerk erreichbar ist. Für Dinge wie eine WLAN-Kamera oder Airplay-Abspieler ist das natürlich doof. Es gibt Anleitungen, wie man von verschiedenen WLAN-Adaptern diese Dinge konfigurieren kann, wirklich funktioniert hat dies bei mir nicht.

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Nun habe ich mir mal den Original WLAN-Adapter von der Raspberry Pi Foundation zugelegt. Dieser kostet zwar ein paar Euro mehr, funktioniert dafür bei mir problemlos. Auch den Standby-Modus kann man deaktivieren. Anstecken und schon funktioniert er. Er ist im schlichten Weiß gehalten und etwa so groß wie andere Sticks. Die typische Himbeere ziert ihn auf der Oberseite. Wer also mit anderen Adaptern wie ich schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte sich den mal anschauen. Meine Hoffnung ist ja noch, das eventuell die nächste Version vom RPI WLAN bereits mitbringt.

Den Adapter gibt es z.B. auf Amazon.de oder im englischen Shop ThePiHut.com.

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Einrichtung in der Shell

Wer Raspbian mit der grafischen Oberfläche nutzt, der konfiguriert sein WLAN einfach dort. Ist auf dem Raspi nur die Konsole oder SSH aktiv ist es etwas komplizierter. Zuerst suchen wir mal, ob der RPI das WLAN findet:

pi@raspberrypi ~ $ sudo iwlist wlan0 scan | grep "ESSID"
                    ESSID:"EasyBox-7BE452"
                    ESSID:"ekiwi.de"
                    ESSID:"Gastzugang"
                    ESSID:"eKiwi.deGast"
                    ESSID:"FRITZ!Box Fon WLAN 7141"
                    ESSID:"WLAN-63A224"

Die Zugangsdaten für das WLAN müssen wir nun in die Konfigurationsdatei eintragen:

sudo nano /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

Dort tragen wir den WLAN-Namen und das Passwort ein:

network={
        ssid="ekiwi.de"
        psk="geheim"
}

Anschließend sollte das WLAN auch schon funktionieren. Will es nicht gleich: Reboot tut gut.

Stromsparmodus deaktivieren

Als nächstes deaktivieren wir den Stromsparmodus, damit dieser das WLAN nicht abschaltet und der RPI erreichbar bleibt. Über den Befehl iwconfig können wir den aktuellen Status abfragen:

pi@raspberrypi ~ $ iwconfig
wlan0     IEEE 802.11bgn  ESSID:"ekiwi.de"
          Mode:Managed  Frequency:2.412 GHz  Access Point: 9C:C7:A6:43:C6:76
          Bit Rate=150 Mb/s   Tx-Power=1496 dBm
          Retry short limit:7   RTS thr:off   Fragment thr:off
          Power Management:off
          Link Quality=61/70  Signal level=-49 dBm
          Rx invalid nwid:0  Rx invalid crypt:0  Rx invalid frag:0
          Tx excessive retries:0  Invalid misc:0   Missed beacon:0

Standardmäßig steht hier Power Management:on, d.h. der Modus ist noch aktiv. Zuerst editieren wir die Konfigurationdatei für die Netzwerkinterfaces:

sudo nano /etc/network/interfaces

Dort der Konfiguration vom “wlan0” folgende Zeile hinzufügen:

wireless_power off

Mit dem Tool iw deaktivieren wir noch den Power Save Modus für den WLAN-Stick. Falls iw nicht installiert ist, dann einfach mit sudo apt-get install iw installieren.

sudo iw wlan0 set power_save off

Anschließend ist der Power Save Modus deaktiviert und der RPI sollte dauerhafte Netzwerkverbindung über den WLAN-Stick haben. Damit funktioniert dann auch die Webcam für den Wellensittich:

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Gimp: Save for Web unter Linux einrichten

Vor kurzem habe ich das Plugin “Save for Web” für Gimp vorgestellt. Unter Windows ist die Installation recht einfach, das Plugin einfach ins Plugin-Verzeichnis kopieren und fertig. Für Linux-Freunde gibt es das Plugin als Source-Code und muss erst kompiliert werden (Download hier). Dies geht in drei einfachen Schritten:

./configure
make
make install

Soweit zur Theorie, in der Praxis brach der erste Schritte bereits mit einer Fehlermeldung ab:

configure: error: Package requirements (gimp-2.0 >= 2.3.0 gimpui-2.0 >= 2.3.0) were not met:

No package 'gimp-2.0' found
No package 'gimpui-2.0' found

Ich habe Gimp 2.8.x installiert. Dem ersten Anschein nach, findet er jedoch das installierte Gimp nicht. Dies ist jedoch nicht richtig. Benötigt wird das Gimp-Development Paket mit dem Namen “gimp2.0-dev”. Also installieren wir das:

sudo apt-get install gimp2.0-dev

Nach dem erneuten Ausführen des “./configure”-Schritts, bemängelte er noch das Fehlen des Pakets “intltool”. Aber auch das ist schnell installiert:

sudo apt-get install intltool

Anschließend läuft configure ohne Probleme durch. Nun noch make und make install ausführen und schon erscheint das Menü in Gimp:

save_for_web_linux