MediathekView – Mediatheken am Desktop nutzen

Die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender sind ganz nett, aber teilweise nicht sonderlich praktikabel. Oft nutzen diese noch Flash. Flash ist wegen der ganzen Sicherheitslücken schon vor einiger Zeit von meinem Rechner geflogen. Neben den Sicherheitslücken freut man sich noch über die hohe Systemlast die Flash mit sich bringt. Der Download von Sendungen für unterwegs ist meist auch nicht möglich.

Hier kommt jetzt die kostenlose Anwendung „MediathekView“ ins Spiel. Diese läuft als normale Anwendung auf dem Desktop. Dank Programmierung in Java kann man die Applikation unter Windows, Linux und auch OSX nutzen. Eine Installation ist nicht notwendig. Einfach die Anwendung als ZIP-Datei herunterladen, entpacken und starten. Allerdings muss die Java-Runtime installiert sein.

Nach dem Start wird zuerst die Programmliste heruntergeladen. Zugriff hat man auf verschiedene Mediatheken: ARD, ZDF, Arte, 3Sat, SWR, BR, MDR, NDR, WDR, HR, RBB, ORF, SF.

Nutzung der Mediatheken

Die Videos können nach Sender, Sendung und Titel gefiltert werden. Auch eine Suchfunktion gibt es, wenn man nur einen Teil des Titels kennt. Die Suchergebnisse werden in einer Tabelle angezeigt. Zu jeder Sendung lassen sich zusätzliche Infos abfragen.

Die Videos lassen sich direkt abspielen. In diesem Fall öffnet sich dann z.B. der VLC-Player und übernimmt das Streaming.

MediathekView - Filter und Suchfunktion

Auch eine Aufzeichnung ist möglich. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine Downloadfunktion. Hier hat man auch die Wahl einer Qualitätsstufe. Anschließend erfolgt der Download und je nach Internetverbindung liegt die Sendung auch bald als MP4-Datei auf der Festplatte.

Falls die Sendung regelmäßig angeschaut werden soll, lässt sich diese auch abonieren.

MediathekView - Download

Livestreams

Neben den bereits gelaufenen Sendungen, lassen sich die Sender auch als Livesteam anschauen. Auch hier wird die Stream-URL zur Wiedergabe an einen externen Player übergeben.

Fazit

Eigentlich ist „MediathekView“ eine Anwendung, wie man sie sich direkt von den öffentlich rechtlichen Sendern wünscht. Einfach zu bedienen, performant und auf jeder Plattform verfügbar. Während die Online-Mediathek gerne mal auf meinem Computer ruckelt und die Lüfter zum hochfahren bringt, läuft hier alles ohne Probleme.

Auch der Download von Sendungen ist etwas, was man bei den Mediatheken im Netz vermisst. Die Anwendung selbst ist kostenlos und Open-Source. Die Entwickler freuen sich aber über Spenden.

Hier geht es zur Webseite und Downloa0d.

Webseiten komplett herunterladen mit HTTrack

Obwohl man heute, dank mobilem Internet und WLAN-Hotspots, fast überall Internetzugang hat, besteht ab und zu mal die Anforderung eine Webseite offline verfügbar zu haben.

Ich nutze das oft um eine Anwenderdoku bzw. Handbuch, welches es nur Online gibt, komplett herunterzuladen. Unterwegs ist das mobile Internet meist langsam oder nicht verfügbar. Außerdem geht so weniger kostbares Datenvolumen flöten.

Einzelne Seiten lassen sich recht gut aus dem Browser heraus abspeichern. Bei einer kompletten Webseite ist das Vergehen nicht sinnvoll.

Hier bietet die die kostenlose Open-Source-Anwendung „HTTrack“ an. Die Software läuft auf Windows, Linux und auch auf dem Mac. Auch eine Android App gibt es.

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Nach dem Start der Anwendung gibt man, im einfachsten Fall, einfach die URLs der Webseite(n) ein und startet den Download. Die Anwendung fängt sogleich an die Webseite, samt Inhalten herunterzuladen. Links werden weiter verfolgt und ebenfalls heruntergeladen.

In den umfangreichen Einstellungen lässt sich der Download konfigurieren. So lässt sich die maximale Linktiefe konfigurieren, damit man nicht das komplette Internet herunterlädt. Dateitypen lassen sich festlegen, Anzahl der Vebindungen, Browser-ID. Aber bereits in der Standardeinstellung funktioniert das Programm ohne Probleme.

Nach dem Download liegt die Webseite auf der Festplatte und kann auch ohne Internetzugang angeschaut werden.

Hier gehts zur HTTrack Webseite.

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Prism-Break: Open-Source Software Alternativen

Mittlerweile kommt ja jeden Tag eine Neuigkeit nach der anderen zur NSA-Spionage ans Tageslicht. Vermutlich stellt man sich da jeder mal die Frage, ob man daraus selbst irgendwelche Konsequenzen ziehen und den Aluhut aufsetzen soll.

Eine potentielle Lösung ist die Nutzung von Open-Source, alternativen Suchmaschinen und Webdiensten. Auf der Webseite prism-break.org sind zu vielen Webdiensten und Software Open-Source Alternativen aufgelistet:

PrismBreak

Die Seite liefert einen guten Überblick was es so an Alternativen gibt. Natürlich ist nicht alles praktikabel.

Die beste Open-Source-Chatsoftware mit Verschlüsselung nutzt nichts, wenn niemand sonst diese nutzt. Einfach mal auf Linux umsteigen, sicher auch nichts für jedermann. Duckduckgo als Suchmaschine liefert eben doch schlechtere Resultate als Google.

Dennoch ein guter Anfang, einfach um mal zu schauen was es noch so gibt. Was ich selbst mache? Als Messenger verwende ich mittlerweile Adium. Statt Google und Dropbox verwende ich Seafile und Owncloud. Je mehr Leute Alternativen, dezentrale Lösungen sowie Verschlüsselung mit VPN verwenden, desto schwieriger wird es für die Überwacher den Datenverkehr mit zu schnüffeln. Jeder kann also selbst einen kleinen Beitrag leisten.