45 GB Fotos auf der NAS – und ich wollte das einfach etwas schlanker haben
Nicht weil der Speicher knapp war – aber wer kennt das nicht: Man schaut irgendwann mal in die Ordnerstatistik und denkt sich, da geht doch noch was.
Und schuld waren ganz gewöhnliche Urlaubsfotos, Fotos von Katze und Wellensittich, Bier mit den Kollegen und so weiter!
Moderne Smartphones machen das halt verdammt einfach: einfach draufhalten und abdrücken, der Rest ist Technik. Das Ergebnis sind gestochen scharfe Aufnahmen mit satten 8 MB pro Bild – und ein Backup, das sich langsam aber sicher in Richtung „das dauert jetzt eine Weile“ entwickelt.
Also habe ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht und irgendwie auch nicht so richtig was gefunden.
Also das Einzige, was in solchen Momenten hilft: selbst schreiben.

Herausgekommen ist DA-PhotoOptimizer – ein kleines Tool, das Ordnerstrukturen rekursiv durchsucht und JPEG-Bilder komprimiert. Man gibt an, wie stark skaliert werden soll, welche JPEG-Qualität man haben möchte, und ab welcher Mindestgröße Bilder überhaupt angefasst werden. Kleine Bilder werden einfach übersprungen – weil es reichlich sinnlos wäre, ein 300×200-Pixel-Thumbnail noch weiter zu verkleinern.
Bevor das Tool irgendetwas verändert, gibt es einen Dry-Run-Modus. Erst schauen, dann machen. Das hat mir beim ersten Testlauf vermutlich ein paar Herzanfälle erspart. Wahlweise kann man Bilder direkt überschreiben oder Kopien erstellen. Letzteres ist zu empfehlen, dann kann man nochmal vergleichen.

Das Ergebnis bei meiner kompletten Fotosammlung: von 45 GB auf rund 30 GB – das Backup läuft spürbar schneller, und die Bilder sehen immer noch prima aus. Bei einem einzelnen Testordner mit 490 Fotos waren es übrigens 2,02 GB auf 949 MB, also gut die Hälfte.
DA-PhotoOptimizer ist kostenlose Freeware für Windows und Linux, kein Account, keine Telemetrie. Download und Infos gibt es auf da-software.net.
