Microsoft entdeckt plötzlich die Effizienz.
Für größere Begeisterungsstürme hat Windows 11 bisher eher nicht gesorgt. Viele sind umgestiegen – weniger aus Überzeugung, mehr aus Zwang, weil der Support für Windows 10 ausgelaufen ist. Und selbst das klappte nicht überall. TPM-Pflicht, steigende Hardwareanforderungen, KI an jeder Ecke und der obligatorische Online-Account: Das kam nicht bei allen gut an.
Selbst das Startmenü hat Microsoft „modernisiert“ – sprich: verschlimmbessert. Kein Wunder, dass man zu Alternativen greift.
Und dann kommt auch noch Apple um die Ecke – mit einem günstigen Mac-Book. 8 GB RAM, und trotzdem läuft das System rund. Warum? Weil Apple Hard- und Software aus einer Hand liefert und entsprechend optimiert. Windows? Läuft auch mit 8 GB – aber eher so im Modus „geht schon irgendwie“.
Jetzt gelobt Microsoft Besserung: KI soll künftig dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich sinnvoll ist. Der Speicherverbrauch soll sinken, das Startmenü verbessert werden. Spät – aber immerhin.
Dass das MacBook dabei eine Rolle spielt, liegt auf der Hand. Preislich fischt es inzwischen im gleichen Teich wie günstige Windows-Notebooks. Und da RAM aktuell fast in Gold aufgewogen wird, wären die Hersteller vermutlich ziemlich dankbar, wenn Windows auch mit weniger davon vernünftig laufen würde.
Ein Blick zurück: Als Windows 10 erschien, lief es auf meinem Tablet mit gerade einmal 2 GB RAM überraschend brauchbar. Erst über die Jahre und mit jedem Feature-Update wurde es zunehmend aufgebläht.
Vielleicht erleben wir ja tatsächlich eine Trendwende. Weg vom „immer mehr Ressourcen“, hin zu „mehr aus vorhandener Hardware herausholen“. Denn am Ende ist ein Betriebssystem kein Selbstzweck, es soll einfach nur die Programme starten, die wir wirklich nutzen wollen.
