Schutz vor Hackern: Erpressertrojaner nehmen Nutzer ins Visier

Von gehackten Computern hört man in letzter Zeit immer häufiger. Obwohl der Begriff ursprünglich nicht mit einer negativen Konnotation geprägt wurde, sondern eine Person bezeichnete, die Technologie zur Lösungsfindung für ein Problem nutzte, so versteht man unter einem Hacker heute in der Regel eine Person, der auf unbefugte Weise in ein Computersystem einbricht und dort primär Schaden verursacht.

Welche aktuellen Ereignisse zeigen, dass digitaler Infrastrukturen immer häufiger Opfer von Hackerangriffen werden?

In den letzten Jahren ist es besonders in den Vereinigten Staaten zu groß angelegten Attacken auf Computersysteme gekommen, die erheblichen Schaden angerichtet haben. Hacker verschlüsselten mit einer Malware die Dateien, so dass sie für Nutzer nicht mehr zugänglich waren. Erst nachdem Lösegeldzahlungen entrichtet wurden, geben sie die Dateien wieder frei und es kam an verschiedenen Stellen zu tagelangen ausfällen, da das Computersystem nicht genutzt werden konnte. Bei solchen Übergriffen spricht man heute von Ransomware-Angriffen, also einem kriminellen Angriff mit Lösegeldforderung.

Welche Nutzergruppen sind davon besonders oft betroffen?

Von den Attacken waren staatliche Computersysteme ebenso betroffen, wie digitale Infrastrukturen von privaten Unternehmen. Im Februar 2021 wurde es besonders kritisch, als Hacker in das System eines Wasserwerks im amerikanischen Bundesstaat Florida eindrangen, wo sie die chemische Zusammensetzung des Trinkwassers änderten, so dass gesundheitliche Bedenken entstanden. Nur einen Monat später war eine der größten amerikanischen Versicherungsgesellschaften betroffen und hatte fast zwei Wochen lang keinen Zugang zu den digitalen Daten. Ende April war ein wichtiges Pipeline Unternehmen in den USA betroffen, so dass die Benzinversorgung für die amerikanische Ostküste eingestellt werden musste, was zu Panik an den Tankstellen führte. Im August schließlich war eine private Universität in Washington betroffen und musste den Unterricht für mehrere Tage einstellen.

Mit welchen Tricks versuchen die Hacker immer wieder fremde Computer zu kapern?

Hacker haben eine ganze Reihe von Tricks, wie sie sich in fremde Computersysteme einschleichen können. Nicht nur Unternehmen und staatliche Stellen können davon betroffen sein, sondern auch private Nutzer. In E-Mails können Dateianhänge versendet werden, bei deren öffnen die Malware auf dem Computer installiert wird. Oft geben sich die Hacker mit einer gefälschten E-Mail-Adresse auch beispielsweise als Bankangestellte aus und verweisen auf eine ebenfalls gefälschte Webseite, wo das Hacking-Opfer dann aufgefordert wird, seine Bankdaten einzugeben. Es ist auch möglich, dass sich ein Hacker in die Kommunikation zwischen zwei Geräten einschaltet und so versucht, Dateien abzugreifen oder zu verändern. Vorsicht ist also geboten.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Nutzer, um sich möglichst vor Hackerangriffen zu schützen?

Hackerangriffe sind heute zu einem echten Problem geworden, gegen das man sich schützen muss. Dazu kann man eine Reihe von Maßnahmen berücksichtigen, die bei einer sicheren Nutzung des Internets helfen. Beispielsweise sollte man stets aktualisierte Betriebssysteme nutzen und auch Updates von Druckertreibern regelmäßig installieren. Die Installation von Firewalls und aktualisierter Antivirensoftware sollte heute auch für private Nutzer ebenso selbstverständlich sein.

Die Wahl von sicheren Zugangsdaten ist ebenfalls ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit zu verbessern. Wer bei verschiedenen Online-Diensten Konten unterhält, sollte für jedes Konto ein eigenes Password nutzen, das aus wenigstens acht Zeichen bestehen sollte. In öffentlichen Sharing-Diensten sollte man grundsätzlich keine persönlichen Daten speichern und Dateianhänge, die man von Unbekannten erhält, sollten grundsätzlich nicht geöffnet werden. Höchste Vorsicht ist auch geboten, wenn man sich auf einem öffentlichen Computer einloggt, beispielsweise im Internetcafé oder in der Hochschule. Man sollte sich immer aus den Accounts wieder ausloggen und die Passwörter keinesfalls abspeichern. Mit diszipliniertem Verhalten kann man die eigene Sicherheit im Netz erheblich verbessern.

Fazit

Hacker stellen eine stets wachsende Gefahr für auch für private Internetnutzer dar, gegen die man sich nur schützen kann, wenn man die nötigen Sicherheitsmaßnahmen ergreift.

 

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