SEO von mehrsprachigen Webseiten – eKiwi-Blog jetzt auch auf englisch

Vor kurzem haben wir unsere Webseite mehrsprachig umgestellt. Was es hierbei zu beachten gibt und was Übersetzungsplugins für WordPress tun, darum geht es in diesem Artikel.

Bereits in der Vergangenheit gab es hier und da einen englischsprachigen Artikel hier auf der Webseite. Meist eingebettet zwischen den normalen Artikel, gekennzeichnet mit “(Englisch)” am Ende.

Optimal ist das nicht. Einerseits ist es schlecht für den Leser, der sich wundert, warum einzelne Artikel auf Englisch sind. Andererseits verwirrt es die Suchmaschinen, die auf einmal englischsprachige Inhalte auf einer deutschen Webseite finden.

WordPress Seiten und Posts übersetzten mit WPML

Von Haus aus kann WordPress keine Mehrsprachigkeit, sieht man von Konstrukten wie Multi-Site ab, welche aber nicht sonderlich praktikabel sind. Wir haben wir bei der Umsetzung der Mehrsprachigkeit hier im Blog für das Plugin “WPML” entschieden. Das ist mehr oder weniger der Platzhirsch unter den Plugins für Übersetzungen, kostet Geld, liefert aber eine solide Leistung ab.

So kann man im Admin-Bereich von WordPress die einzelnen Sprachen anlegen und auch Übersetzungen erstellen. Übersetzt werden können Seiten, Blogbeiträge und auch Sprachelemente z.B. von Plugins, Menüs etc.

Auf Seiten, welche übersetzt sind, bzw. es eine englische Variante des Blogartikels gibt, werden im oberen Bereich die Länderflaggen angezeigt. Damit können Sie als Besucher der Webseite nun einfach zwischen den Webseiten umschalten.

SEO und Mehrsprachigkeit

Neben der Usability für den Anwender, gilt es auch die Suchmaschinen zu beachten. Auch hier kümmert sich WPML automatisch um die passenden Tags im Quelltext. Wer nicht mit einem solchen Plugin arbeitet und die Erstellung der Webseite nicht einer Digitalagentur im Regensburg überlässt, tut gut daran, die Grundlagen zu kennen.

Sprachangabe im HTML-Tag

Im HTML-Tag der Webseite kann und sollte die Sprache der aktuellen Seite mit übergeben werden.

<html lang="de">

Auf die Darstellung der Seite hat dies keinen Einfluss, allerdings können Browser und Suchmaschinen so die Sprache der Webseite erkennen. Die Angabe der Sprache erfolgt als Länderkürzel, z.B. “en” oder “de”. Alternativ kann auch Sprache und Region notiert werden, wie “de-AT”, also Sprache deutsch, Region Österreich. Groß-/Kleinschreibung spielt hier übrigens keine Rolle, wobei es zum Standard geworden ist die Sprache kleinzuschreiben und die Region mit Großbuchstaben.

“hreflang” Link-Attribut – diese Seite ist auch in anderen Sprachen verfügbar

Mit dem “hreflang” Link-Attribut teilen Sie Suchmaschinen, allen voran Google mit, welche Sprachversionen es von einer Seite gibt. Ein Beispiel:

<link rel="alternate" hreflang="de" href="URL" />

Der Aufbau des Elements besteht auf folgenden Attributen:

  • link öffnet den Linkinhalt
  • rel=”alternate” weist auf eine alternative Sprachvariante der aktuellen Seite hin
  • hreflang legt die Sprache fest, z.B. “de”, “en”, “fr” etc…
  • href gibt die URL der Seite an

In dem hier gezeigten Beispiel gibt es den Artikel in den Sprachen deutsch und englisch, jeweils mit einer URL. Google kann so erkennen, dass die Seite, bzw. der Blogpost auch in der jeweils anderen Sprache verfügbar ist. Genau genommen signalisiert man so, die Verbindung zwischen den Varianten der Webseite. Ist ein großer Teil der Inhalte der jeweiligen Seite gleich, z.B. bei Online-Shops, verhindert man so auch die Kennzeichnung als Duplicate Content.

WPML nimmt auch hier uns die Arbeit ab, ist ein Artikel übersetzt, werden automatisch die entsprechenden “hreflang” Link-Elemente eingefügt und automatisch verlinkt.

“lang” Attribut auf anderssprachigen Inhalten der Webseite

Das zuvor genannte “lang”-Attribut kann auch verwendet werden, um anderssprachige Inhalte innerhalb einer Seite zu kennzeichnen.

<span lang="en">English text</span>

Somit kann ein englischer Text in einer ansonsten deutschen Webseite als englisch gekennzeichnet werden.

Fazit

Wer eine Webseite mit WordPress betreibt, für den ist WPML eine gute Lösung, wir setzen das Plugin inzwischen auf gut drei Webseiten ein. Gefühlt ist die Performance etwas niedriger als ohne dem Plugin, aber jedes Plugin hat seinen Preis. Aus Benutzersicht kann der Inhalt jederzeit umgeschaltet werden, wenn eine andere Sprachversion verfügbar ist. Google und andere Suchmaschinen freuen sich über das automatische SEO freundliche Einfügen der entsprechende HTML-Tags und Attribute für die Kennzeichnung der Mehrsprachigkeit.

Übrigens bietet WPML auch noch weitere Plugins an, z.B. für WooCommerce, falls man einen mehrsprachigen Online-Shop anbieten will.

Wird die Webseite mit anderen Mitteln und Software erstellt, dann sollte man zumindest prüfen, ob man die Kennzeichnungen der Sprachinhalte nicht mit anderen Mitteln hinbekommt. Zwar indiziert Google auch ohne Kennzeichnung die Inhalte der Webseite, aber aus SEO-Sicht, möchte man es Google dann doch leicht machen. Wer eine Digitalagentur beauftragt hat zumindest das Grundwissen und kann dem Dienstleister etwas auf die Finger schauen.

In jedem Fall gibt es unsere Webseite nun in Deutsch und Englisch. Wann immer ein Artikel in der jeweils anderen Sprache verfügbar ist, können Sie die Sprache über die Sprachauswahl im Menü vornehmen.

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