Aukey Virtual Reality Brille

Virtual Reality Brillen halte ich für ein spannendes Thema. Computerspiele bei denen man mittem im Geschehen ist, Filme schauen wie im großen Kino, virtuelle Treffen statt Skype, Orte besuchen zu denen man nicht selbst reisen kann.

Leider sind die richtigen VR-Brillen nicht nur teuer, sie benötigen auch einen dicken Computer. Vor ein paar Jahren konnte ich mal kurz eine Oculus Rift testen. Damals noch eine Entwicklerversion. Als Demo wurde eine kurze Achterbahnfahrt gezeigt. Obwohl man nur auf einem Stuhl saß, hat man die Fahrt im Magen gespürt.

Da die eigenständigen Brillen recht teuer sind, kam der Trend auf, Handybildschirme für die Darstellung zu verwenden. Das Handy wird dazu einfach in eine preiswerte Halterung mit etwas Optik eingespannt.

Der Vorteil: das Handy verfügt bereits über die nötige Hardware wie Display und Gyroskop. Dennoch war ich skeptisch ob sich mit einer preiswerten Halterung ein vernünftiger Effekt erzielen lässt.

Das für den Test vorliegende VR-Headset von Aukey kostet knapp 20 Euro. Doch lässt sich damit überhaupt ein vernünftiges Resultat erzielen? Um kurz vorweg zu greifen: Ja. Ich war überrascht wie gut der Effekt ist. Macht richtig Spaß. Allerdings hängt es auch sehr vom Handy und der Displayaufösung ab.

Hardware

Die Virtual-Reality Brille ist hardwaremäßig gut verarbeitet. Sie ist leicht gehalten und macht beim Tragen keine Probleme. Zum Gesicht hin hat sie eine Polsterung. Gehalten wird diese am Kopf von mehren Gummibändern. Dieser geht auch über den Kopf und zerstört damit potentiell die Frisur. Allerdings kann man die Brille auch wie eine Skibrille tragen.

Im Inneren befinden sich die Linsen. Diese lassen sich nach links und rechts verschieben, so dass diese den Augenabstand angepasst werden können. Das Handy wird vorne eingelegt. Die Halterung ist flexibel und passt sich damit der Handygröße an. Die Klappe zum Öffnen wird mit einem Magneten gehalten. Dies erlaubt schnelles Einlegen und Wechsel. Da das Handy genau mittig eingelegt werden muss, wäre ein Strich zum Ausrichten schön gewesen.

Auch Brillenträger wie ich können die VR-Brille verwenden. Zwei Drehregler korrigieren den Abstand nach vorne. Damit lässt sich das Headset auch ohne Brille verwenden, welche nicht getragen werden kann.

Funktion

Nachdem die passende App installiert und gestartet ist, kann es losgehen. Der 3D-Effekt funktioniert tatsächlich recht gut. Man kann sich in der Anwendung frei umsehen. Wichtig ist die richtige Einstellung der Linsen, Abstand zum Auge und die richtige Positionierung des Handys. Ansonsten wird es schnell unscharf oder man sieht Dinge doppelt.

Ist das getan macht es richtig Spaß die virtuelle Realität zu erleben. Für das iPhone bin ich Achterbahn gefahren. Auch der Effekt im Magen hat sich wie bei der Oculus Rift eingestellt.

Auch ZDF bietet eine VR-App an. Hier werden die Beiträge mmit einer 360 Grad gefilmt und man kann sich in der Position frei umschauen. So bin ich auf einer Skischanze gestanden, konnte ins Tal blicken, dem Moderator lauschen und die unbeteiligten Zuschauer angucken.

Ein paar Nachteile gibt es: das Handy kann in der VR-Brille nicht mehr bedient werden. Will man etwas machen, muss man es herausnehmen. Auch der Ton kommt nicht so gut aus der Brille heraus. Bluetooth Kopfhörer bieten hier Abhilfe. Für die Bedienung von Spielen könnten Bluetooth Gamepads zum Einsatz kommen.

Da jeweils eine Bildschirmhälfte für die Darstellung pro Auge verwendet wird, steht nur der halbe Bildschirm zur Verfügung. Das Bild füllt dadurch nicht die gesamte Fläche aus, sondern ist eher quadratisch. Diese Einschränkungen haben die richtigen VR-Brillen natürlich nicht.

Handys

Wie gut die Darstellung ist, hängt sehr vom Handy ab. Ich selbst habe ein älteres iPhone 5. Funktionieren tut es ohne Probleme, allerings sieht man aufgrund der geringen Auslösung einen deutlichen Fliegengittereffekt. Besser wurde es mit einem iPhone 6. Richtig gut wird es mit ganz neuen Handys. Meine Freundin hat ein Samsung Galaxy 7. Damit sieht es dann richtig gut aus. Auch die Apps laufen hier wesentlich flüssiger.

Apps

Bei den Apps sucht man einfach nach “VR” im jeweiligen Store. Bei den meisten Anwendungen handelt es sich um kleine Demos, bei denen man Achterbahn fährt, im Safaripark herumfährt, Bungeesprünge ausführt. Diese sind für die ersten Eindrücke recht beeindruckend. Allerdings werden diese schnell langweilig.

Das ZDF bietet eine VR-App und Nachrichten und Reportagen in 3D an. Insgesamt ist das Angebot noch ausbaufähig. Was fehlt sind Apps für langfristigen Spaß und Motivation.

Fazit

Für die ersten Schritte und Ausprobieren in Richtung VR eignet sich die VR-Brille sehr gut. Der Effekt ist gut und es macht Spaß die Apps auszubieren. Idealerweise hat man modernes Handy mit entsprechender Größe und Auslösung. Bei älteren Modellen sieht man ansonsten den Fliegengittereffekt doch recht deutlich. Wichtig ist die richtige Einstellung und Positionierung des Handys. Ansonsten leidet die Bildqualität.

Leider sind die Apps allesammt noch etwas simpel, meist fährt man irgendwo durch die Gegend herum. Das ist am Anfang witzig aber wird auch schnell langweilig. Dennoch finde ich das Konzept mit Handy und preiswerter VR-Hardware zu arbeiten interessant. Handy hat man eh und für die Benutzung muss kein extra Computer verwendet und verkabel werden.

Die Brille kostet knappe 20 Euro auf Amazon, damit ist der Einstieg in die virtuelle Realität günstig möglich.

Video

2 Kommentare

  1. Die Brille sind aus gutem Material verarbeitet worden sehen stabil und hochwertig aus.
    Ich habe es mit meinem iPhone 6s getestet es hat ein guten Halt. Die Brille sind nicht schwer und lassen sich auch über eine längere Zeit tragen.
    Die Bänder kann man sich passend einstellen.
    Ob zum Spielen auf dem Smartphone, der Konsole oder auf dem PC, das Spielvergnügen wird durch die VR Brillen aufgepeppt.
    Fazit: Sehr gute VR Brille hochwertige Material schönes Design angehen zu tragen ich bin positiv überrascht und kann es nur weiter empfehlen.

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