Asus Netbook E200HA – Umstieg auf Linux

Seit ein paar Jahren habe ich ein günstiges Asus Netbook im Einsatz. Aus Resourcengründen bin ich jetzt von Windows 10 auf Linux umgestiegen.

Das Netbook, ein Asus E200HA, leistet mir seit ein paar Jahren gute Dienste. Es war bereits beim Kauf keine Rakete: ein lahmer Intel Atom Prozessor, 2 GB RAM und 32 GB eMMC-Speicher. Ich verwende es hauptsächlich als unterwegs Laptop. Tippen von Blogartikeln und Texten, etwas Programmierung, Mails und Surfen. Mehr mache ich damit nicht.

Das Ding ist sehr klein, hat keine Lüfter und die Akkulaufzeit reicht auch für den ganzen Tag. Zum Schreiben von Texten hat es eine ganz brauchbare Tastatur.

Windows 10 lief darauf anfangs auch recht passabel. Mit jedem großen Funktionsupdate wurde es aber nicht schneller und das Hauptproblem: die Festplatte wurde immer voller. Windows 10 mit 32 GB Speicher zu betreiben wird immer schwieriger, wenn man noch ein paar Programme und Daten auf dem Ding vorhalten möchte.

Für Funktionsupdates von Windows muss ich jedes Mal Speicher freiräumen, eine extra USB-Platte zum Auslagern anschließen. Also habe ich mir bereits vor einiger Zeit gedacht, das Ding auf ein sparsames Linux umzustellen. Nun hatte ich endlich mal die Zeit und Muße dies zu erledigen.

Installation von Lubuntu

Ich wollte ein besonders sparsames System. Daher fiel meine Wahl auf Lubuntu. Dieses ist besonders auf Sparsamkeit ausgelegt. Die Anforderungen sind gering. Es wird nur wenig Arbeitsspeicher benötigt. Auch nach der Installation aller meiner Programme, Software und Daten sind nur gut 15 GB vom System belegt. Das sollte auch die nächste Zeit ausreichen.

Die Hardware hat bis auf den Sound auch sofort funktioniert, WLAN, Grafikkarte, alles kein Problem.

Probleme mit dem Sound

Einzige Ausnahme war der Sound. Dies wusste ich bereits und es gibt auch hier eine Abhilfe. Kurzum, es genügt der folgende Befehl:

wget -qO- https://gist.github.com/heikomat/3fe272431b44b580c933bfb901a92257/raw | bash

Nach einem Neustart lief auch der Sound.

Software die fehlt

Meine Anforderungen sind nicht so hoch und die meiste Software gibt es auch für Linux. Mail, Browser sind kein Problem. Als Office Paket habe ich mir SoftMaker FreeOffice installiert. Unter Windows nutze ich SoftMaker Office und finde dies deutlich besser als LibreOffice.

SublimeText und VisualStudio Code gibt es als Texteditor ebenfalls. Der TotalCommander wird durch den DoubleCommander ersetzt. Viel mehr brauche ich eh nicht.

Lediglich OneDrive funktioniert nicht unter Linux. Es gibt zwar Open-Source Clients, aber zum Laufen habe ich das nicht bekommen. Abhilfe sollte hier der kostenpflichtige Insync Client bieten. Da ich aber sowieso einen eigenen Seafile-Server betreibe, habe ich die Gelegenheit genutzt die Daten von OneDrive zu Seafile zu übertragen. Würde ich OneDrive intensiver nutzen, würde ich denke einfach die 30 Dollar für den Insync Client zahlen und meine Ruhe haben.

Ansonsten vermisse ich nur meine eigene Software: DA-FormMaker, DA-HelpCreator, DA-Markdown-Editor. Geht halt nur mit Windows.

Fazit

Das Netbook läuft derzeit ohne Probleme und auch noch recht flott. Lediglich der Firefox kämpft, wie unter Windows, mit Performance-Problemen. Der lahme Prozessor fordert hier seinen Tribut. Ansonsten läuft alles flott und deutlich schneller als unter Windows. Ich greife inzwischen gerne zum Netbook, wenn es um das Schreiben von Texte geht. Mit dem kleinen Netbook klappt dies perfekt auf dem Sofa oder unterwegs.

Ansonsten hoffe ich, dass der Umstieg auf Linux noch ein paar Jahre Benutzungszeit aus dem Netbook herausholt. 🙂

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