Unterschied Microsoft Certified (MS) und Unified Communications (UC)

Bei Headsets oder Konferenzlautsprechern, wie beim Jabra Speak, liest man oft Angaben über Microsoft Certified (MS) und Unified Communications (UC). Meistens kann man dann diese Geräte in diesen zwei verschiedenen Varianten kaufen. Was dahinter steckt und ob es überhaupt einen großen Unterschied macht, wird dann in den meisten Produktbeschreibungen nicht so recht klar. Allenfalls kann man erahnen, dass das eine für Microsoft – Anwendungen optimiert ist und das andere nicht. Aber für was ist dann das andere geeignet?

Die beiden Begriffe MS und UC tauchen immer dann auf, wenn Hardwaregeräte (Audiogeräte, Konferenzlautsprecher, Freisprecheinrichtungen) mit Software kommunizieren. Bei der Software handelt es sich dann um Softphones, Videokonferenzsysteme, wie Skype, Zoom,  Teams, GoToMeeting, oder Media-Playern.

Was ist Unified Communications (UC)?

Dabei ist die Reduktion auf Audio-Ausgabegeräte zu kurzgefasst. Vielmehr ist Unfied Communication eine ganze Plattform an gemanagten Funktionen, die meistens unter einer (Software-)Oberfläche zusammengefasst werden. Bei den Audiogeräten bedeutet es dann nur, dass diese UC-Software unterstützen und mit diesen einheitlich kommunizieren können.

Übersetzt ins Deutsche würde man von einer „vereinheitlichten Kommunikation“ sprechen. Das bedeutet, dass man alle möglichen Kommunikationsformen, von der klassischen Telefonie und Fax, über Chats, E-Mail, Wikis bis hin zu Videokonferenzen unter einer Plattform zusammenfasst. Diese Plattform kann man dann möglichst geräteunabhängig und ortsunabhängig jederzeit nutzen. Ein typisches Beispiel für Unified Communications ist aus meiner Sicht Microsoft Teams.

Es gibt 4 typische Bestandteile von Unified Communications (UC):

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Medienintegration

Hier geht es darum möglichst alle Kommunikationskanäle unter einer Plattform zu vereinheitlichen. Die meisten Kommunikationskanäle basieren dabei auf TCP/IP oder UDP-Technologien. Es können aber auch klassische Systeme (Telefonie, Fax) integriert werden. Über das UC-System können dann die verschiedenen Kanäle gemanagt werden, so dass zum Beispiel situationsabhängig der passen Kommunikationskanal gewählt wird, z.B. Chat oder Video-Call. Gleichzeitig kann gemanagt werden, dass die Information auf dem jeweils passenden, ggf. auch tageszeitabhängig, Endgerät (Desktop, Smartphone, etc.) rauskommt.

Präsenzfunktionen

Die Präsenzfunktion gibt den Teilnehmern des UC-System Auskunft über den Status der anderen Teilnehmer. Insbesondere, wenn man nicht mehr physisch in einem Gebäude oder Raum zusammenarbeitet, weiß man nicht in welcher Situation sich die anderen Mitarbeiter befinden. Ob diese gerade in einem Meeting sind, auf Geschäftsreise, einer Videokonferenz beiwohnen oder gerade das neue Konzept skizzieren. Die Präsenzfunktion in einem UC-System gibt darüber möglichst automatisiert Auskunft.

Kontextintegration

Die Kontextintegration geht dann noch einen Schritt weiter und ermöglicht es zum Beispiel die Statusinformationen in anderen Applikationen und Softwaremodulen von Drittanbietern zu integrieren und darzustellen. Wenn also der Name eines UC-Teilnehmers in einer anderen Anwendung, zum Beispiel als letzter Bearbeiter eines Dokuments auftaucht, dann wird dort auch gleichzeitig angezeigt, ob er zum Beispiel „online“ ist. Nach Möglichkeit kann man dann gleich aus der Drittanwendung heraus die Kommunikation starten, zum Beispiel einen Chat.

Ein anderer Fall der Kontextintegration ist, wenn zum Beispiel eine Kundenanfrage im UC-System landet, dass sich dann das UC-System gleich aus dem CRM (Customer Relationship Management) eines Drittanbieters alle relevanten Daten zu diesem Kunden zieht und diese präsentiert. Typische Call Center- und Support-Center-Funktionen.

Kooperationsfunktionen

Die Kooperationsfunktionen dienen der (virtuellen) Zusammenarbeit von verschieden Leuten. Dazu sind im jeweiligen UC-System Funktionen integriert mit den man Anwendungen freigeben kann, Bildschirme freigeben kann oder gemeinsam ein Dokument bearbeiten kann.

Microsoft Certified (MS)

Microsoft bietet Software- und Hardware-Herstellern einen Zertifizierungsprozess an, welcher durch viele verschiedene Tests sicherstellt, dass die jeweilige Soft- oder Hardware sicher und korrekt mit Microsoft-Produkten, wie Windows oder Skype for Business richtig zusammenarbeitet. Nur wenn man diesen Zertifizierungsprozess bestanden hat, darf man sich mit diesem Label schmücken. Ob ein Gerät Microsoft Certified ist, kann man auf den Seiten von Microsoft heraussuchen. Diese Produkte erfüllen dann die jeweiligen Anforderungen, um mit anderen Microsoft-Produkten fehlerfrei zu interagieren.

MS oder UC bei Konferenzlautsprecher, Freisprecheinrichtungen, Headsets

Mit diesem Wissen kann man nun konstatieren, dass auch Hardware-Produkte mit dem Label Microsoft Certified immer auch Unified Communications-System unterstützen. Was ist also dann der Unterschied bei Microsoft zertifizierter Hardware zu den UC-zertifizierten Produkten?

Ein Unterschied muss nicht zwingend bestehen. Dass die Hersteller von Konferenzlautsprecher, Freisprecheinrichtungen und Headsets Varianten mit Microsoft Certified und Unified Communications verkaufen, kann auch reine marketing-technische Gründe haben. Die Microsoft Zertifizierung kostet Geld und Aufwand, warum sollte man dann diese Label nicht auch mit verkaufen und damit werben.

Es kann bei solchen Geräten aber kleine feine Unterschiede geben. Diesen liegen dann meistens in der Bedienung der Geräte. Dabei geht es zum Beispiel um die Tasten für Laut und Leise oder die Taste um Anrufe anzunehmen. Werden diese betätigt, müssen spezifische Befehle generiert werden, die von Skype, GoToMeeting oder einem Cisco-Softtelefon verstanden werden. Diese können unterschiedlich sein. Und wenn man alle drei Anwendungen installiert hat, wird von einer Microsoft zertifizierten Freisprecheinrichtung der Anruf automatisch über Skype angenommen, während die Videokonferenz in Zoom weiterläuft und der Ton über eine Soundbar ausgegeben wird. Es wird dann also automatisch das richtige Audioausgabegerät erkannt, ohne dass man noch komplizierte Einstellungen vornehmen muss.

Auch sind bei solchen MS-zertifizierten Geräten spezielle Tasten denkbar, die dann nur im Zusammenspiel mit Skype, Teams oder Windows Media Player funktionieren.

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