Erfolgreich auf Instagram, TikTok und Co. – so entsteht ein effizienter Contentplan

Bei den Social-Media-Giganten wie Cristiano Ronaldo, Dwayne „The Rock“ Johnson oder Ariana Grande sieht der Internetauftritt aus, wie ein Spiel. Wer allerdings denkt, dass erfolgreiche Influencer dieser Tage nur nach Lust und Laune posten, der liegt gewaltig falsch. Menschen, die auf Instagram oder Facebook große Fanscharen anziehen, verfolgen normalerweise eine ausgeklügelte Strategie. Damit sie diese auch gnadenlos verfolgen können, unterstützt ein Contentplan.

Content- vs. Redaktionsplan: Wo ist der Unterschied?

Manche denken, dass Content- und Redaktionsplan ein und dasselbe Tool ist. Das stimmt so aber nicht. Beide Organizer gehen Hand in Hand. Den Auftakt der Social-Media-Planung macht allerdings der Contentplan.

Er legt fest, welche Themengebiete überhaupt auf der betreffenden Online-Plattform aufgegriffen werden. Die Fragestellung lautet:

  • Was wird gemacht?
  • Wie genau wird es gemacht?

Für einen erfolgreichen Auftritt ist es wichtig, langfristig die gleiche Zielgruppe zu bedienen. Nur so werden die Follower-Zahlen steigen.

Wer dagegen sechs Monate lang vegane Ernährung promotet und anschließend nur noch Beiträge über Kryptowährungen schreibt, der hat es oftmals schwer. Die Veganer sind gelangweilt und entfolgen. Die neue Followerschaft für Bitcoin und andere Kryptowährungen muss erst wieder aufgebaut werden. Passieren zu viele thematische Wechsel, wird der Account vermutlich dauerhaft klein bleiben. Damit das nicht passiert ist der Contentplan wichtig.

Bei contentmarketinginstitut.com wurde eine ausführliche Untersuchung durchgeführt. Dabei wurden die effektivsten B2C-Content-Marketing-Unternehmen mit den am wenigsten Effektiven verglichen. Auffällig ist, dass 60 % der Spitzenreiter eine dokumentierte Contentstrategie besaßen. Dagegen waren es nur 12 % der am wenigsten effektiven B2C-Content-Marketer. Spannend bei der Untersuchung ist auch, dass kleine Unternehmen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine dokumentierte Content-Strategie hatten. Über die Gründe dafür lässt sich nur spekulieren.

Im Vergleich zum reinen Contentplan dreht sich der Redaktionsplan nicht mehr um die eigentlichen Inhalte der zukünftigen Posts. Er fragt sich, wann genau etwas gemacht wird. Der Redaktionsplan befasst sich also mit den Daten und Uhrzeiten der Veröffentlichungen. Er ist ein Content-Kalender.

Denn auch beim Zeitpunkt der Veröffentlichung verhilft eine gute Strategie zum Erfolg. Follower wissen, dass sie beispielsweise jeden Mittwoch eine neue Investitionsmöglichkeit auf der Facebook-Seite finden und freitags immer ein Motivationspost kommt.

Die Themen aus dem Contentplan werden in den Redaktionsplan übernommen und nach bestimmten Tagen sowie Uhrzeiten eingeordnet. Steht das Resultat fest, geht es an die Arbeit. Praktischerweise können die Beiträge und Posts vorbereitet werden.

Zwar unterscheiden sich der Content- und Redaktionsplan rein theoretisch. In vielen Unternehmen werden sie aber synonym benutzt. In einem einzigen Organizer werden sowohl die Inhalte als auch die Veröffentlichungsdaten gepflegt.

Die richtige Contentstrategie festlegen

Bevor es an die Feinplanung geht, muss eine konkrete Strategie ausgearbeitet werden. Dazu werden die folgenden Fragen beantwortet:

  • Was ist das Contentziel?
  • Welches Contentmedium wird benutzt?
  • Was für Contentformen werden gewählt?
  • Welche Contentmix wird erstellt?
  • Was für eine Contentfrequenz passt?

Je einfacher und konkreter die Antworten auf alle diese Fragen ausfallen, desto effizienter wird die Umsetzung funktionieren.

Viele Unternehmen verfolgen zig Contentziele. Darunter sind Absichten wie hohe Besucher-, Abonnenten-, Lead- oder Kundenzahlen. Auch die Steigerung des Bekanntheitsgrades sowie die Gewinnung eines Expertenstatus sind häufig gewählte Ziele. Selbstverständlich wollen die Geschäftsführer gerne möglichst viele Absichten mit Content-Marketing erreichen. Es ist aber sinnvoll, ein Hauptziel festzulegen und dieses in den Fokus zu stellen.

Ist das Ziel definiert, wird das Medium festgelegt, mit dem die Inhalte verbreitet werden. Text eignet sich genauso gut wie Video, Audio, Bilder oder Kurse. Gleichgültig, ob der Content in als Schrift oder anderer visueller Reiz verbreitet wird, für jede Option gibt es die richtige Form. Wie wäre es mit einem Blog, Podcast, YouTube-Kanal oder Webinar. Auch E-Books oder E-Mails sind Möglichkeiten, um Inhalte an den gewünschten Empfänger zu bringen.

Empfehlenswert ist es, nicht auf zu viele Pferde zu setzen. Wer iTunes, Instagram.com, Pinterest.de, Facebook.com und YouTube.com zeitgleich bedienen möchte, der braucht entweder ein großes Team oder einen 48-Stunden-Tag.

Idealerweise wird ein Contentziel definiert, das mithilfe von maximal zwei Medien erreicht wird. Anschließend können der Contentmix und die –frequenz festgelegt werden.

Selbst die beste Contentstrategie nutzt allerdings nichts, wenn die Zielerreichung nicht gemessen wird. Nur durch die regelmäßige Überprüfung kann immer wieder an den einzelnen Faktoren geschliffen werden. Durch permanente Feinjustieren besteht bei der Zielerreichung eine wesentlich höhere Erfolgschance. Tools, mit welchen die Zielerreichung gemessen werden können, sind unter anderem:

Welche Tools für effektive Contentplanung?

Mittlerweile gibt es unzählige Contentplaner auf dem Markt. Viele der Angebote sind gut. Folgende Optionen werden besonders gerne für eine effektive Contentplanung eingesetzt:

  • Trello
  • Meistertask
  • Canva
  • Mindshape
  • Co Schedule

Trello

Trello ist wahrscheinlich das bekannteste Contentplaner-Tool für Blogger und Co. Es ist in der Basisversion gratis. Bietet aber viele Funktionen. Vor allem der übersichtliche redaktionelle Workflow sticht positiv ins Auge. Einzelpersonen nutzen Trello ebenso gerne wie große Redaktionsteams. Die Software ist auf dem Kanban-Prinzip aufgebaut. Erinnerungs- und Synchronisationsfunktionen sind genauso vorhanden wie Kalender und Checklisten.

Meistertask

Das deutsche Pendant zu Trello überzeugt durch seinen hohen Funktionsumfang und seine einfache Bedienbarkeit. Workflows lassen sich in Meistertask leicht darstellen, Statistiken auswerten und Prozesse analysieren. Es handelt sich um eine Projektmanagementsoftware für Teams, die auch für den Content- und Redaktionsplan benutzt werden kann. Es gibt eine kostenlose Basisversion. Wer einen größeren Funktionsumfang möchte, kann das Kanban-basierte Tool kostenpflichtig aufstocken.

Co Schedule

Co Schedule bietet verschiedene Möglichkeiten der Contentplanung. So können sowohl die einzelnen Inhalte als auch das Veröffentlichungsdatum festgelegt werden. Zusätzlich kann der gewünschte Content für Social-Media-Posts ebenfalls im System abgespeichert werden. Wer mit WordPress arbeitet, darf sich freuen. Der Blog-Kalender von Co Schedule kann direkt auf der Plattform implementiert werden.

Mindshape

Einen kostenlosen, aber durchaus ausgeklügelten Content-Redaktionsplan bietet die Digitalagentur Mindshape auf der eignen Webseite an. Er kann einfach über einen Link heruntergeladen und mit den eigenen Daten gefüllt werden. Gerade für den Einstieg und kleinere Teams ist diese Option eine Überlegung wert.

Mit welchen Contentplänen arbeiten eigentlich Unternehmen, die selbst zu den Organisationsprofis zählen? Auf diese Frage antwortete die Redaktion von fotokalender.com. Sie selbst produzieren Planer und Kalender für unterschiedlichste Zwecke. Für die eigene Contentplanung benutzten sie einen selbst erstellten Excel-Ordner. Dieser wurde so programmiert, dass darin auf alle individuellen Anforderungen des Teams eingegangen werden kann.

Tatsächlich greifen nach wie vor viele Content-Creator auf einfache Excel-Sheets zurück. Diese sehen zwar optisch meistens nicht so aufwendig aus, wie Trello und Meistertaks, reichen aber für die Bedürfnisse der Redaktionen völlig aus. Praktisch ist, dass sie sich schnell an veränderte Bedürfnisse anpassen und individualisieren lassen.

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