Samsung SR 8730 – Staubsaugerroboter

Seit 2009 habe ich einen Helfer im Haushalt, einen Roomba 580 Staubsaugerroboter. Ein wirklich praktisches Teil, welches mir das manuelle Staubsaugerschubsen bis auf wenige Ausnahmen erspart. Auch zwei, von mir reparierte, Defekte konnten uns nicht trennen.

Mit knapp 600 Euro war das damals allerdings auch ein recht teurer Spaß. Sucht man heute auf Amazon nach so einem Helfer trifft man auf eine ansehliche Auswahl an verschiedensten Modellen von vielen Herstellern und allen Preisklassen.

So hatte ich jetzt die Gelegenheit einen Samsung SR 8730 in Aktion zu sehen. Preislich ist er recht günstig und für unter 200 Euro auf Amazon zu haben.

Samsung SR8730

Größenmäßig steht der dem Roomba in nichts nach und weist auch sonst viele Ähnlichkeiten auf: runde Form, knappe 10 cm hoch, gleich zwei Seitenbürsten für Ecken und Kanten. Ebenfalls dabei, eine Ladestation. Diese fährt auch der Samsung bei Bedarf selbstständig an. Der Dreck wird, wie beim Roomba, in einem Behältnis auf der Rückseite gesammelt.

Im Gegensatz zu meinem Roomba kann er nicht programmiert werden. So kann er nicht zu einer bestimmten Uhrzeit mit der Arbeit beginnen. In der Theorie ist das praktisch, der Roomba reinigt, auch bei Abwesenheit, automatisch die Wohnung. In der Praxis ein eher nutzloses Feature, zumindest muss ich immer ein ein paar Dinge aus dem Weg räumen, damit der Roboter überall hinkommt und sich nirgendwo verheddert.
Also läuft es sowieso darauf hinaus, dass man den Roboter manuell in den Raum stellt und dann arbeiten lässt.
Beim Roomba waren außerdem noch zwei Sensortürme dabei, mit diesen könnte man virtuelle Wände einrichten um den Roomba etwas in seinem Bewegungsdrang einzuschränken. Hatte aber nie Lust diese Dinger irgendwo hinzustellen.

SR 8730

Lautstärke

Legt der Samsung erst mal los ist er überraschend leise. Sehr viel leiser als der Roomba, bei welchem man den Raum fluchtartig verlassen möchte, wenn er erstmal loslegt.

Ist er in Aktion rotieren die beiden Seitenbürsten und sammeln den Staub und Dreck an ecken und Kanten ein.

Intelligenz

Die nächste Frage: Wie klug ist der kleine und wie gut navigiert er durch den Raum um diesen schnellstmöglichst zu reinigen. Der Roomba ist eher dumm. Er fängt einfach mal an im Kreis zu fahren bis er auf ein Hinterniss stößt. Ab und zu fährt er mal eine Wand vom Raum ab. Ansonsten saust er durch den Raum, knallt gegen ein Hinderniss, dreht sich etwas und düst in eine andere Richtung weiter. Für die Kollisionserkennung hat er nur den Bumper. Um ein Hinderniss zu erkennen, muss er schon gegen fahren. Dinge die der Roomba zu Fall bringen kann, räumt man besser vorher aus dem Weg.

Der Samsung Roboter arbeitet etwas anders. Eine integrierte Kamera nimmt den Raum auf und erstellt intern eine Karte des Raumes. Zumindest sagt das Samsung. Und tätsächlich erkennt man mehr System bei der Reinigung. Langsam aber stetig arbeitet sich der Robotor von einer Seite des Raumes in die andere vor. Hindernisse erkennt er meist vor der Kollision, so dass er im Gegensatz zum Roomba etwas schonender mit den Möbeln umgeht.

Reinigungsmäßig gibt es keinen Unterschied zwischen dem Chaossystems des Roombas und dem Samsung. Der Samsung ist durch etwas mehr System einfach schneller fertig mit dem Raum.

Wie der Roomba hat auch der Samsung einen Klippensensor damit er nicht dramatisch irgendwelche Treppen herunterfällt.

Samsung SR 8730

Fazit

Wer eine Arbeitserleichterung für den Alltag sucht wird mit dem Staubsaugroboter von Samsung fündig. Bei einem Preis von unter 200 Euro ist der Einstieg auch nicht zu teuer.

Alle Arbeiten kann einem das Gerät nicht abnehmen, aber man spart eine Menge Zeit. Auch wenn er ab und zu die ein oder andere Ecke auslässt, der Raum ist zumindest grundlegend sauber.

Gegenüber dem Roomba, welcher natürlich auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist er wesentlich leiser und etwas intelligenter. Aus Funktionen wie Programmierbarkeit, Sensortürmen und Fernbedienung, die es bei teuren Modellen dazu gibt, kann man verzichten.

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