Wechsel zu SoftMaker Office

Bei Office Produkten landet man meist zwischen den zwei Extremen, entweder das kostenpflichtige Microsoft Office oder beim kostenlosen LibreOffice, wahlweise in der Geschmacksrichtung OpenOffice. Eine weniger bekannte Office-Suite ist Softmaker Office aus Deutschland.

Ich gehörte bisher auch zur kostenlosen Fraktion, erst mit LibreOffice, dann wegen technischen Problemen mit OpenOffice. Aber so richtig glücklich war ich mit der Open-Source Lösung nie. Libre- und OpenOffice basieren auf StarOffice, welches Ende der 90er und Anfang der 2000er Microsoft Office Konkurrenz machte. Die Software entwickelt sich weiter, jedoch gefühlt nicht in dem Maße wie der Konkurrent aus dem Hause Microsoft. Dieser hat mit den Ribbons eine völlig neue Start der Benutzerführung eingeführt, welche sich mittlerweile in vielen Programmen als Standard durchgesetzt hat.

LibreOffice nervte mich vor allem durch eine gewisse Behäbigkeit der Benutzeroberfläche sowie beim Starten. Daher begann die Suche nach einer Alternative.

Gefunden habe ich diese in Form von Softmaker Office. Die Software gibt es sowohl für Windows, als auch für Linux und dem Mac. Android Varianten gibt es ebenso. Preislich gibt es eine kostenlose Variante in Form von Softmaker FreeOffice und die kostenpflichtigen Versionen in Form von Standard und Professional. Die Pro Version bringt zusätzlich Wörterbücher wie den Duden und Übersetzungstools von Langenscheidt mit. Diese Preise starten bei 50 Euro.

Das Office besteht aus 4 Programmen, TextMaker für Textverarbeitung, PlanMaker ist das Pendant zu Excel und Presentations für Präsentationen. Für Mail und Kalender liefert Softmaker eine angepasste Version vom Thunderbird mit. Einen Pendant zu Microsoft Access gibt es nicht. Mit BasicMaker gibt es die Möglichkeit Makros und kleine Anwendungen zu entwickeln.

Beim ersten Start kann die Art der Benutzeroberfläche festgelegt werden. Neben der Ribbon-Oberfläche, können klassische Menüleisten verwendet werden. Farblich gibt es verschiedene Themes, Touchoptimierung ist ebenfalls verfügbar, wobei hier nur die Icons und Schaltflächen etwas größer dargestellt werden.

Spannend sind die Funktionen: kann die Software mit dem Mitbewerber aus dem Hause Microsoft mithalten? Die Antwort ist Ja.

Wer Microsoft Office kennt, findet sich schnell zurecht. In TextMaker findet man fast alles was man auch von Word her kennt. Formatvorlagen, Autoformen. Bedienung, Ribbons, Rechtschreibprüfung und Funktionen sind ähnlich. Gleiches gilt für die beiden anderen Programme PlanMaker und Presentations. Es gibt bedingte Formatierungen in der Tabellenkalkulation und Diagramme sehen schick und modern aus. In Präsentationen werden OpenGL-Animationen unterstützt. Die Software wirkt modern, startet und reagiert schnell. Exporte sind direkt nach PDF oder auch in ePub Format möglich.

Da SoftMaker Office keine große Verbreitung hat, ist die Kompatibilität mit Microsoft Office entsprechend wichtig. Oft müssen Dateien im Office Format weitergegeben oder geöffnet werden. Hier schlägt sich SoftMaker Office wacker. Neben den eigenen Dateiformaten werden alle Office Formate unterstützt. Diese können auch als Standardformat festgelegt werden. Bislang sind mir keine Probleme untergekommen. Auch komplexe Word-Dokumente oder Excel-Tabellen konnte ich ohne Probleme öffnen. Wer von LibreOffice umsteigt kann Writer Dokumente direkt vom ODT-Format öffnen und speichern. Bei Calc Dokumenten ist ein vorheriger Export ins Excel-Format notwendig.

Der mitgelieferte Thunderbird entspricht, bis auf kleine Anpassungen der normalen Version des Thunderbirds. Nett das er dabei ist, aber mehr auch nicht.

Fazit

Softmaker Office ist einen Blick wert, sowohl als Alternative zu LibreOffice als auch zu Microsoft Office. Die Software ist modern, enthält alles was man als Office Anwender benötigt, sofern man kein Outlook oder Access benötigt. Die Benutzeroberfläche ist modern, die Software wartet mit fast allen Funktionen der großen Konkurrenz auf. Preislich ist die Software deutlich günstiger, mit der Free-Version sogar kostenlos. Besonders kleine Firmen dürften sich über die Preis freuen, wenn mehrere Arbeitsplätze mit einem Office Paket ausgerüstet werden müssen.

Privatanwender können bis zu 5 PCs im Haushalt mit dem Office ausstatten. Im geschäftlichen Umfeld ist die Lizenz an einen Benutzer gekoppelt, aber auch hier ist eine Installation z.B. auf Desktop und Notebook möglich.

Office Formate lassen sich zudem problemlos öffnen und auch speichern. Wer die Software ausprobieren möchte, kann sich eine 30 Tage Testversion herunterladen oder einfach die Free-Office Variante installieren.

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