Ein Klassiker wird 30 Jahre alt.
1995 erschien Worms. Ich hatte im Vorjahr meinen 486er gekauft, mit CD-Laufwerk. Zuerst hatte ich die Demoversion, welche auf einer der vielen Computerzeitschriften CDs beilag. Zwei Level konnte man damals spielen und wir haben es rauf und runter gespielt.
Das Spielprinzip entspricht dem klassischen Artillerieduell, wie dem MS-DOS beiliegenden Gorillas, nur mit mehr Teams und Waffen.
Irgendwann habe ich das Ding dann im Computerladen gesehen und gekauft. Die Vollversion bot unendlich viele computergenerierte Levels. Der Clou war, dass man sich die Nummer des Levels merken konnte und damit das Level jederzeit neu generiert werden konnte.
Spaß machte vor allem der Multiplayermodus. Hier wechseln sich die Spieler vor dem Rechner ab. Die Würmer beharken sich mit allerlei Waffenmaterial, Bazookas, Granaten, Sprengfallen, Dynamit. Die Grafik war pixelige VGA-Auflösung. Ich mag den Stil noch immer und konnte mich mit der besseren Grafik der Nachfolger nie anfreunden.
Zwischen den Levels gab es computergenerierte Videos, die Qualität, naja.
Einzeln konnte man auch zocken, aber die Computergegner waren eher frustrierend. Wahlweise schossen diese auf große Entfernen zu genau und fegten mein Team von der virtuellen Landkarte oder waren strunzdumm und taten das mit sich selbst.
Das Spiel gibt es, ohne DRM bei GoG für ne schmale Mark zu kaufen und kommt mit vorkonfigurierter DOSbox daher. Für eine Runde in der Mittagspause ist das Ding immer noch spaßig.
Wer sich für die Geschichte des Spiels interessiert, dem sei der StayForever-Podcast empfohlen. Interessanterweise entstand das Spiel zuerst auf dem Amiga. Eine Plattform, die 1995 ihre besten Tage eher hinter sich hatte.
Portiert wurde es am Ende auf fast jede Plattform, auch auf dem Handy gibt es Nachfolger.