Die Lieferkette im Fokus der Unternehmenspolitik

Der Ökonom Adam Smith begründete die moderne Arbeitsteilung in den Betrieben mit seinem Stecknadelgleichnis. Die Globalisierung machte die Arbeitsteilung international. Im heutigen Digitalzeitalter nehmen die Lieferketten (supply chains), die im Zuge der Produktion von Waren nötig werden, noch einmal an Bedeutung zu. Einerseits werden vor allem bei komplexen Produkten immer weniger Anteile vom eigenen Betrieb gefertigt. In der Automobilindustrie sind Zulieferfirmen bereits für 75 % der Fertigungsschritte verantwortlich.

Andererseits sind vielerorts die Zulieferfirmen im fortgeschrittenen Prozess von Outsourcing zu Global Playern avanciert. Längst bedienen sie Unternehmen aus aller Welt. Die in der Logistik einst angestrebten kurzen Wege müssen immer mehr zugunsten digitaler Lösungen fallengelassen werden. Experten vermuten, dass sich dieser Prozess fortsetzt und das Supply Chain Management allmählich in den Rang eines eigenständigen Dienstleistungssektors gelangt.

Wandel im Unternehmerleitbild

Diese gewandelten Produktionsbedingungen erfordern ein verändertes Umgehen von Unternehmern „entlang der Lieferketten“. Experten sind sich einig, dass ein Tunnelblick, dessen Horizont nur bis zur eigenen Firma reicht, ausgedient habe. Dieser Blick reiche nämlich nicht mehr aus, um den komplexeren Bedingungen in der Produktion gerecht zu werden, bei denen Unternehmen immer mehr Kompetenzen an Zulieferer abgeben und das Endprodukt letztendlich aus den Komponenten verschiedener Marktteilnehmer zusammengesetzt ist. Nicht der stärkere, sondern der smartere Teilnehmer setze sich durch, weil nur er von der Partnerschaft und dem Informationsaustausch profitieren könne.

Lieferantenbewertungen

Zunächst ist es für ein funktionierendes Supply Chain Management wichtig, die Lieferanten zu bewerten. Auch hier helfen dem Unternehmen moderne Softwarelösungen weiter. Schließlich haftet der Unternehmer für die Qualität und den Eindruck, den das Produkt nach dem Release beim Kunden hinterlässt. Deswegen müssen die ausgegliederten Zwischenschritte mindestens genauso gut durchgeführt werden wie die Schritte in der Produktion, die das eigene Unternehmen übernimmt. Moderne Softwarelösungen haben für die Lieferantenbewertungen vielfältige wichtige Kennzahlen implementiert. Diese Kennzahlen sind hierarchisch nach Wertigkeit gegliedert und offen für eine Gesamtbewertung und deren grafischer Darstellung.

Sie betreffen Kriterien wie die Innovationsfähigkeit; das Technologieverständnis; die Qualität eingesetzter Systeme; die Koordination aller Anlaufaktivitäten; die Treue mit Blick auf die Liefermenge und Termineinhaltung; den Fehlerkoeffizienten (ppm-Rate); das Abschneiden bei Tests und Überprüfungen, Qualität und Quantität der Gütesiegel (Awards); die Serviceleistungen; der Preis sowie die Transparenz des Angebots. Andere Anbieter erlauben mit der Protokollierung aller Nichteinhaltungen der Vertragspartner die Bewertung aller Abläufe. Andere warnen automatisch bei drohenden Nichteinhaltungen und bieten Optionen für Reporting, um schnellstmöglich auf die aktuellen Probleme zu reagieren.

Ohne Kommunikation ist alles nichts

Zu einem effizienten Lieferkettenmanagement gehört auch die reibungslose Kommunikation mit den Zulieferern und mit allen am Produktionsprozess beteiligten Kräften. Fortschrittliche Softwarelösungen müssen die dafür notwendigen Kommunikationskanäle im Rahmen des Enterprise Mobility Management auch für jedes mobiles Endgerät herstellen. Dazu gehören die Verwaltung unternehmenskritischer Anwendungen, moderne Kommunikationsmittel wie Touch- sowie Sprachsteuerung, die Integration mobiler Endgeräte und die Emulation von Terminen. Dies alles läuft unter der Prämisse, die Kommunikation zu optimieren, die Prozesse für alle Beteiligten sichtbar zu machen, den Datenschutz zu gewährleisten und die Kosten zu reduzieren. Einen ersten Ansatz hierzu liefert Wavelink, Lösungen für mobile Geräte wurden unter Berücksichtigung des Trends der rapide wachsenden Bedeutungszunahme von mobilen Endgeräten und fortschrittlicher BYOD-Prozesse entwickelt.

Dadurch, dass alle Devices miteinander verbunden, die einzelnen Betriebssysteme miteinander kompatibel gemacht und sämtliche Prozesse entlang den Supply Chains digitalisiert werden, wird eine Echtzeit-Transparenz für alle Beteiligten kreiert, die ein schnelles, flexibles und valides Eingreifen ermöglicht, das dem Einzelfall gerecht wird. Außerdem erlauben fortschrittliche Softwarelösungen allen Beteiligten das parallelisierte Arbeiten für noch zügigere Auftragsabwicklungen.

Weitere Möglichkeiten moderner Software für das SCM

Auch die Aufträge zwischen den einzelnen Vertragspartnern wollen gemeistert werden. Indem die Auftragsdaten direkt erfasst und die mit dem Auftragsprozess in Verbindung stehenden Aktivitäten automatisiert werden, können diese besser überwacht und effizienter abgewickelt werden. Weitere nützliche Tools betreffen die Lagerverwaltung, Produktverfolgung und Routenplanung. Andere Werkzeuge helfen bei der Bedarfsanalyse und analysieren Trends, um auf realistische Veränderungen besser eingestellt zu sein. Konzentrieren sich die Softwarelösungen hingegen auf das Monitoring, dann hat dies den Zweck, bestehende Schwächen in der Interaktion aufzuspüren und Stärken wahrzunehmen, damit die Schwächen beseitigt und die Stärken ausgebaut werden können.

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