Amiga Mini

Mein erster Computer war vor vielen Jahren (ca. 1992) ein Amiga 500. Das Teil war für damalige Verhältnisse ein cooles Teil: grafische Benutzeroberfläche, grafisch aufwändige Games und Sound vom Feinsten. Festplatte hatte er keine, wollte man ein Programm oder Spiel laden, musste man die entsprechende Diskette heraussuchen und einlegen. Viele Spiele hatten gleich mehrere Disketten, die man während des Spielens wechseln durfte.

PCs kamen damals in grau, mit DOS und Kommandozeile, konnten prima Textverarbeitung und spuckten ab und zu mal einen Piepton aus. Spiele gab es auch, aber die machten nicht soviel her wie auf dem Amiga.

Der Amiga hat dann irgendwann den Anschluss verloren. Commodore, der Hersteller der Amiga-Computer, ging pleite.

Warum ich das schreibe? Heute bin ich auf den Amiga Mini gestoßen:

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Sieht irgendwie aus wie ein zu groß geratener Mac Mini. Ein wirklicher Amiga ist es dennoch nicht, es werden nämlich PC-Komponenten, also ein Intel-Prozessor verwendet. Als Betriebssystem wird ein angepasstes Linux verwendet. Linux in Amiga OS Optik. Irgendwie schade.

Von den technischen Daten her, kann sich der Amiga durchaus sehen lassen: 16 GB RAM und 3.5 Ghz Core i7 CPU. Auch der Preis ist ordentlich, ab 2000 Dollar geht es los. Kein wirkliches Schnäppchen. Ein Mac-Mini ist da deutlich günstiger.

Fazit: Ich denke nicht, dass das Teil besonderen Erfolg haben wird. Es ist einfach zu teuer und bis auf den Namen Amiga hat es mit dem Urahn nichts gemein. Wer will kann das Betriebssystem kostenlos herunterladen und hat dann ebenfalls das Amiga Feeling, auf einem normalen PC.

Vielleicht ist es doch besser, wenn bestimmte Dinge in der Vergangen bleiben. Smiley

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