eSports – vom Hobby zum Beruf

Wie man mit professionellem Gaming Geld verdienen kann

Der Traum von vielen Jugendlichen und ambitionierten Gamern ist: Jeden Tag stundenlang Videospiele zu zocken und damit auch noch Geld zu verdienen. Für eSport-Profis ist das die tägliche Realität – es ist tatsächlich ihr Beruf. Sie trainieren jeden Tag viele Stunden lang, formieren Teams und treten dann bei Turnieren an, um Preisgelder abzuräumen. Klingt nach einem Traum, ist aber – so wie jeder andere Job, in dem man erfolgreich sein möchte – harte Arbeit. Nur die wenigsten schaffen den Durchbruch und können sich tatsächlich mit „Zocken“ ihren Lebensunterhalt verdienen.

Aber in der digitalen Welt lässt sich in verschiedenen Bereich des Gaming Geld verdienen. Zum einen gibt es beispielsweise beim beliebten Ego-Shooter Counter-Strike einen Markt für Waffen-Skins, die dem virtuellen Kampfgerät ein neues Aussehen verleiht. Die begehrtesten und seltensten Skins gehen dabei mitunter für zehntausende von US-Dollar über die virtuelle Ladentheke. In Online Casinos, lassen sich ebenfalls die Finanzen aufbessern, wie auch im stationären Pendant. Doch spielt hier auch Glück eine Rolle, wobei etwa beim Pokern selbstverständlich auch Können gefragt ist. Die Leistungen im eSport basieren auf tatsächlichen Fähigkeiten, hartem Training und einer oft übersehenen, hohen Anstrengung hinter den Kulissen. Die Profis auf diesem Gebiet sind wie bei anderen Sportarten wirkliche Ausnahmetalente, die ein entsprechendes Training absolviert haben.

Einstieg, Ausbildung und Weiterbildung

Tatsächlich findet man auf vielen Job-Portalen schon eine Job Beschreibung für den Beruf „eSportler“. Eine bestimmte Ausbildung oder einen spezifischen Studiengang gibt es bislang jedoch nicht. Wer sich generell Fähigkeiten im Bereich Gaming aneignet, ist schon mal auf dem richtigen Weg und wie groß das eigene Talent ist, kann man relativ schnell einschätzen. Es geht dabei vor allem um das Verständnis von Spielmechanismen und räumliches Denken, das Interessierte mitbringen sollten, gepaart mit guter Hand-Augen-Koordination. Ob man über Computer oder Konsole spielt oder zukünftig gar Streamingdienste wie Netflix nutzt, ist dabei egal, denn für alle Plattformen gibt es eine dazugehörige Szene.

Es gibt sogar Universitäten, die Lehrgänge zum eSport-Manager anbieten. Hier wird man selbst zum Organisator von großen eSports-Events oder Förderer von talentierten Nachwuchsspielern. Auch sonst gibt es zahlreich Jobs, die man rund um das Gaming finden kann. Und wenn man es nicht zum Profispieler bringen sollte, so hat man zumindest im Job ein Thema, was man liebt – Gaming! Jobs mit Verbindung zu eSports:

  • 3D Animator
  • Webdesigner
  • Game Tester
  • Entwickler für neue Games
  • Trainer für eSportler
  • Produzent für Games
  • Social Media Manager
  • Journalist im Gaming Bereich

Start mit dem eigenen Stream & Networking

Aller Anfang ist schwer. Deshalb empfiehlt es sich mit Streams über YouTube oder Twitch schon mal die eigene Reichweite zu erweitern und eine Community aufzubauen. Hier kann man außerdem eine lukrative Einkommensquelle schaffen. Twitch bietet ab einer bestimmten Anzahl von Followern attraktive Partnerprogramme, bei denen man durchaus gutes Geld verdienen kann. Ähnlich ist es auf YouTube, wo man vor allem mit Werbeanzeigen sein monatliches Einkommen aufbessern kann. Das Gute daran: Der Content kann auf beiden Kanälen gleich sein!
Das Thema Networking sollte man sich zu Herzen nehmen. Schließlich sind die richtigen Kontakte oft noch wichtiger als das Zocken selbst. Daher sollte man seine Social Media Profile regelmäßig mit Gaming-spezifischen Inhalten aktuell halten. So wird man vielleicht als Rookie zu einem Gaming-Event eingeladen oder Developer werden auf einen aufmerksam.

Welche Aufgaben hat man als eSportler?

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein eSportler keinen langweiligen Arbeitsalltag hat. Die wichtigsten Aufgaben sind:

  • Probetrainings absolvieren
  • Games spielen & Abläufe verbessern
  • Konkurrenzfähiges Team auf- und ausbauen
  • im Team trainieren & unterschiedliche Strategien üben
  • an Turnieren und Gaming-Events teilnehmen
  • auf Gaming-Messen und Veranstaltungen präsent sein
  • Social Media Accounts pflegen und regelmäßig mit relevanten Inhalten befüllen

Als professioneller eSportler trainiert man also täglich mehrere Stunden und muss auch ständig über Spieleneuigkeiten und -hintergründe informiert sein. Zudem eignet man sich Strategien und Taktiken an, die man vorher akribisch recherchiert. Ähnlich wie die Profis in anderen Sportarten sind Ausdauer und Konzentration gefragt. Es wird regelmäßig trainiert, da nur ein gesunder Körper auch eine gesunde und leistungsfähige Mentalität ermöglicht.

Reaktions- und Orientierungsfähigkeit sind zwei weitere Merkmale für eSportler. Bei Clan Games müssen zusätzlich Teampositionen erarbeitet werden. Diese fixiert man in der Gruppe und trainiert sie bis zur Perfektion. Oft gibt es auch Coaches, die Trainings- und Spielpläne vorgeben, an die man sich halten muss. Wettbewerbe, Messen und Fan-Events gehören ebenso zum Alltag wie ein aktueller Social Media Auftritt.

Fazit

Der Weg zum professionellen eSportler ist möglich, aber nur wenige schaffen es. Die Spieler, die von Turnierprämien oder Gehaltszahlungen in Profiteams leben können, nehmen zwar zu, allerdings sind Disziplin und Fleiß Tugenden, die man auf alle Fälle mitbringen sollte. Ein paar Stunden die Woche zum Spaß zocken, wird hier nicht ausreichen. In die Karriere als Profi-Spieler muss man sehr viel mehr Zeit und phasenweise auch Geld investieren, vor allem weil man immer mit dem neuesten Equipment up-to-date sein sollte. Miteinkalkulieren muss man ebenso, dass die Zeit als professioneller eSportler meist sehr begrenzt ist, dafür aber früh beginnt. eSportler über 30 Jahre sind in der Weltspitze eine echte Seltenheit. Damit verhält es sich hier ähnlich wie bei allen anderenSportarten. Jüngere Talente kommen nach und es wird immer schwieriger, mit ihnen mitzuhalten. So macht es Sinn, für seinen Traum zu kämpfen, man sollte aber auch eine zweite Einnahmequelle parat haben oder im besten Fall parallel dazu aufbauen. So ist man abgesichert und kann seinem Traum mit einer gewissen Entspannung und Leichtigkeit folgen.

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