Internet im ICE

LogoDas schöne am Bahnfahren ist, dass man die Zeit produktiv nutzen kann. Ein Problem dabei ist bisher immer fehlendes Internet gewesen. Oft muss ich Dinge im Netz recherchieren. Das ging bisher kaum. Das Handy als Hotspot versagt am mangelnden Empfang und auch der Telekom-Hotspot den es bisher gab, zeigte oft nur “Aktuell besteht keine Verbindung zum Internet”. Zudem ist dieser auch nicht gerade billig gewesen. 5 Euro wollte die Telekom für einen Nutzungstag.

Nun gibt es allerdings gute Nachrichten, die Bahn bietet auch in der zweiten Klasse kostenloses WLAN an. Ich hatte Ende Dezember die Gelegenheit das Ganze im Testmodus zu testen. Und zu meiner Überraschung funktioniert das Internet sogar sehr gut.

Ab und zu gab es mal kurze Aussetzer, besonders in Tunneln. Ansonsten lief es nicht immer schnell, aber doch stabil. Surfen und Mails gehen ohne Probleme und auch Internetradio konnte man laufen lassen. Der ICE war voll und was ich so mitbekommen habe, haben auch viele das Angebot genutzt.

Im Gegensatz zu früher nutzt die Bahn nun alle verfügbaren Netze und bündelt die Bandbreite für den Zugang zum Datennetz.

ICE

Eingeschränktes Volumen

Während der Testphase konnte man unbegrenzt surfen. Ab diesen Monat sind es leider nur noch 200 MB
pro Nutzer und Tag. Danach geht es nur noch gedrosselt weiter, immerhin seien auch gedrosselt noch etwa 128kBit verfügbar. Die Drosselung ist verständlich, die Bandbreite ist begrenzt und wenn jeder anfängt Filme zu streamen ist schnell Schluss mit Internet. Trotzdem wären etwas mehr als 200 MB schön. Bahnfahrer der ersten Klasse haben diese Einschränkung übrigens nicht.

Interessant ist natürlich wie die Bahn “den Nutzer” für die Drosselung erkennt. Vielleicht an der MAC-Adresse? In dem Fall könnte man einfach ein paar preiswerte USB-WLAN-Dongles kaufen und diese nacheinander benutzen.

Fazit

In jedem Fall eine gute Sache, die Bahnfahren gegenüber dem Auto interessanter und attraktiver macht. Es bleibt zu hoffen, dass das Angebot weiter ausgebaut wird. Die Lücken im Empfang geschlossen werden und irgendwann auch der Regionalverkehr entsprechend ausgerüstet wird.

(via)

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