Gigaset GS185 – günstiges Smartphone aus Deutschland

Nach 6 Jahren iPhone 5 wurde es Zeit für etwas neues: mein neues Smartphone ein Gigaset GS185.

Vom iPhone zum Android Smartphone

Mein iPhone 5 ist die Jahre gekommen. Trotz lebensverlängernder Maßnahmen in Form eines neuen Akkus, gingen die 6 Jahre Dauerbenutzung an dem Telefon nicht spurlos vorüber. Am Ende ging nur noch der Home-Button. Lautstärke und Power-Button gingen nicht mehr. Was dank Softwareemulation der Buttons, sogar noch halbwegs gut funktioniert.

Ein neues Telefon sollte her. Da ich spontan mal wieder Lust auf etwas komplett Neues hatte, warum nicht mal wieder Android ausprobieren. Zu den Zeiten vom iPhone 5 waren preiswerte Smartphones eher von unterirdischer Qualität, hat sich dies inzwischen gewandelt. Auch für Preise ab 150 Euro bekommt man Rechenpower und Qualität, die sich nicht vor den alten Flagschiffen von früher verstecken muss.

Am Ende bin ich auf das Gigaset-Smartphone GS185 aufmerksam geworden. Made in Germany prangt bereits auf der Verpackung und die Redaktion von Golem.de hat auch einen tollen Artikel über die Fertigung in Deutschland geschrieben. Warum also nicht einmal einen einheimischen Hersteller unterstützen. Mit 160 Euro ist das Telefon am Ende sogar sehr günstig. Ich wollte nach Möglichkeit diesmal auch nicht soviel Geld ausgeben.

Hardware und Verarbeitung

Fangen wir mit der Hardware an. Das Smartphone kommt in einer kleinen, unscheinbaren Verpackung. Das “Made in Germany”-Logo wird stolz und prominent präsentiert. Neben dem Smartphone liegt noch ein Netzteil, USB-Kabel, SIM-Karten-Tool und ein Headset bei. Die Fertigung, bzw. die Zusammensetzung der Komponenten erfolgt in Deutschland. Hier gibt es einen spannenden Artikel + Video bei Golem.de.

Das Smartphone selbst macht einen sehr guten Eindruck. Das Gehäuse besteht aus Plastik, wirkt aber alles andere als billig. Die Verarbeitung ist sehr gut. Kein Knarzen oder sonstige kleine Unschönheiten in Form von Spaltmaßen sind sichtbar. Das Gehäuse ist aber etwas kratzempfindlich, die ersten Mini-Kratzer hatte ich nach kurzer Zeit drinnen. Ist halt ein Gebrauchsgegenstand.

An der Seite befinden sich die Tasten für die Lautstärke und den Power-Schalter. Auf der Rückseite gibt es einen Fingerabdruck-Scanner, Kamera und Blitz. Auf andere moderne Funktionen, wie induktives Laden oder NFC muss man allerdings verzichten.

Der Ladeport ist noch Mikro-USB. Ich finde das praktisch, da ich kein gesondertes Ladekabel mit dabei haben muss, andere werden hier anderer Meinung sein und sich USB-C gewünscht haben. Laden und Datenübertragung dauert somit etwas länger. Ein Klinkenanschluss für Kopfhörer und Headset ist an der Oberseite vorhanden.

Der Speicher ist mit 16 GB knapp bemessen, aber mit einer SD-Karte kann dieser erweitert werden. Bis zu 256 GB werden hier unterstützt. Ich habe eine 128 GB-SD-Karte eingebaut. Die Apps lagern im 16 GB Speicher, Podcasts, Bilder und alles andere speicherintensive landet auf der SD-Karte.

Technische Daten

Kommen wir zu den technischen Daten:

  • Display: 5,5 Zoll, 18:9 IPS Display – 720×1440 Pixel
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Speicher: 16 GB
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 425
  • Akku: 4000 mAh

Insgesamt eher Durchschnittskost und im unteren Segment einzuordnen. Bei dem Preis nicht weiter verwunderlich.

Display

Das Display ausreichend hell und die Auflösung passt auch. Pixelig wirkt das Display nicht. Die Ecken des Displays sind abgerundet, was einen schicken Effekt hat. Das Displayglas ist leicht erhöht, auch das ergibt einen schönen Effekt. Gigaset beschreibt dies als 2,5D Glas.

Eine Kopie des Apple Notches gibt es nicht. Hier geht der Hersteller klassisch vor. Die automatische Helligkeitsregelung funktioniert zwar, stellt das Display aber irgendwie immer etwas zu dunkel dar. Zur Not muss man das Telefon auf manuelle Helligkeit stellen, hier ist es sehr hell und auch bei hellem Licht gut ablesbar.

Obwohl das Display als kratzfest beworben wird, hatte ich nach kurzer Zeit bereits erste Mikrokratzer drinnen. Man muss also wie gehabt vorsichtig sein oder ein Displayschutzfolie verwenden.

Akku

Der Akku ist mit 4000 mAh Stunden ordentlich groß. Zum Vergleich mein Iphone 5 hatte nur 1500 mAh. In der Praxis hält das Telefon locker zwei Tage durch, auch bei viel Benutzungszeit. Besonders merke ich dies bei der Benutzung des WLAN-Hotspots. Beim Iphone saugte dieser den Akku in Rekordzeit leer. Hier kann ich den Hotspot den ganzen Tag aktiviert lassen und mobil surfen. Das Laden dauert über den Mikro-USB-Port auch seine Zeit. Bei leerem Akku sollte man 2 – 3 Stunden einplanen.

Einziges Manko, der Akku ist nicht wechselbar. Gigaset gibt hier leider noch keine Infos heraus, wie teuer ein Akkuwechsel wird. Aufgrund des niedrigen Preises wird sich das am Ende eh nicht lohnen.

Echtes Dual-Sim, Empfang und 4G

Für mich ein ausschlaggebender Faktor, war das echte Dual-SIM. Mittlerweile bieten zwar viele Smartphone Dual-SIM an, aber oft wird ein Slot für SD-Karte und SIM-Karte verwendet. Dann heißt es entweder Dual-SIM oder mehr Speicher mit einer SD-Karte. Das Gigaset bietet jedoch die Möglichkeit zwei SIM-Karten und eine SD-Karte zu nutzen.

Entsprechend lang ist der Tray und fummelig diese in das Gerät zu bekommen. In der Software kann man die SIM-Karten konfigurieren und die Standardbenutzung festlegen. Die Datenverbindung kann nur für eine Karte festgelegt werden. Diese erhält dann auch Zugang zum 4G-Netz, sofern vorhanden. Die Telefonie hab ich so eingestellt, dass ich vor jedem Telefonat gefragt werde, welche Rufnummer ich verwenden möchte. Bei eingehenden Telefonaten sieht man schnell, auf welcher Rufnummer der Anruf eingeht. Telefonieren klappt problemlos. Die SIM-Karten lassen sich auf via Software deaktivieren.

Die Datenverbindungen klappen gut, sofern Netz vorhanden ist. Als O2-Kunde ist man Leid geplagt. Im Gegensatz zum iPhone 5 werden hier deutlich mehr LTE-Bänder unterstützt, so dass ich jetzt häufiger 4G angezeigt bekomme. Leider nicht an meinem Wohnort, aber das ist ein anderes Thema.

4G wird übrigens auch angezeigt, wenn man sich im WLAN befindet, auch wenn nur 2G vorhanden ist. Fake 4G!

Die Kamera

Das Telefon verfügt über zwei Kameras, vorn und hinten. Die Qualität der Bilder ist wechselhaft. Gelingen tagsüber gute Bilder, lässt die Qualität in der Dämmerung und dunklen Räumen doch arg nach. Qualitativ kann es in etwa mit dem iPhone 5 mithalten. Hier war mir wichtig, mich da zumindest nicht zu verschlechtern. Wer allerdings hochwertige Bilder machen möchte, sollte ein anderes Telefon kaufen. Die Kamera reicht nur für Schnappschüsse, wer bei Partys in dunkler Umgebung Fotos machen möchte erhält nur Pixelbrei.

Neben Fotos können auch Videos in Full-HD aufgenommen werden. Cool ist, dass auch die Front-Kamera in Full-HD aufnehmen kann, was ich für einige Youtube-Videos sehr gerne nutze. Für die Videos gilt das gleiche wie bei Fotos, nur bei ausreichend Helligkeit passt die Qualität.

Einen LED-Blitz gibt es sowohl auf der Vorder- und auf der Rückseite.

Software

Softwaremäßig ist Android 8.1 Oreo vorinstalliert. Ohne viel Schnickschnack und sonstigen werbefinanzierten Kram und überflüssigen Apps. Ob ein Update auf Android 9 kommt? Möglich, aber auch unbestimmt, wie bei so vielen preiswerten Telefonen. Ansonsten läuft alles fluffig, ohne Wartezeiten und Ruckler.

Trotz allem gibt es leider auch hier negative Aspekte. Dauert das Anschalten normal nur eine knappe Sekunde, habe ich den unschönen Effekt, dass dies mit der Zeit länger dauert. Vom Drücken des Power-Buttons zum Einschalten des Display vergehen dann gerne mal bis zu 5 Sekunden. Abhilfe schafft hier ein Reboot. Laut Gigaset arbeitet man hier bereits an einem Softwareupdate.

Zubehör

Da Gigaset nicht so viel Hardware verkauft, sieht es im Zubehörmarkt eher dürftig aus. Es gibt Hüllen und Displayschutzfolien, die Auswahl ist aber beschränkt. Ich habe eine Klapphülle und ein Backcover probiert. Mehr als 3-4 Modelle gibt es eh nicht. Die Klapphülle trägt sehr dick auf, schützt aber das Telefon recht gut, das Backcover schützt die Rückseite, aber der Dreck der sich darunter sammelt sorgt auch dafür, dass das Gehäuse an der Stelle abschmirgelt und es kleine Kratzer gibt. Dafür schützt es beim Herunterfallen.

Sonstiges Zubehör gibt es nicht, ist aber auch nicht notwendig, da USB- und Klinkenanschluss alles an Standardgeräten ermöglichen.

Die Hüllen habe ich am Ende weggelassen. Beide tragen dick auf und verschandeln das schicke, schlanke Design. Am Ende ist es ein günstiges Telefon und kein 1500 Euro Apple Produkt.

Fazit

Obwohl es ein billiges Telefon ist, bin ich insgesamt sehr zufrieden mit dem Telefon. Abstriche gibt es bei der Kamera, das ist der ärgerliche Punkt für mich. Macht diese bei hellen Umgebungen gute Bildern, lässt die Qualität bei schlechteren Lichtverhältnissen überproportional nach.

Der Rest der Hardware kann überzeugen, Verarbeitung und Design passen. Die Hardware ist ausreichend schnell. Android kommt ohne Schnickschnack daher. Für Spieler dürfte die Hardware zu langsam sein, für alle anderen Standardanwendungen stellt diese kein Problem dar.

Die Dual-Sim-Funktion gefällt mir sehr gut, besonders, dass diese zusammen mit einer SD-Karte verwendet werden kann. Ansonsten wäre der integrierte Speicher zu knapp.

Wer also ein günstiges Smartphone sucht, einen deutschen Hersteller unterstützen möchte und die Abstriche bei der Kamera in Kauf nehmen kann, der sollte sich das Gigaset GS185 anschauen.

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