Qemu: Datenaustausch Windows – Linux, Ordner freigeben

Freigegebene Ordner in Qemu.

In Linux habe ich ein Windows eingerichtet, falls ich doch mal was in Windows brauche. Hier wollte ich nun, dass das Windows auf die Dateien des Linux-Systems zugreifen kann. Im Prinzip geht dies recht einfach, aber der Teufel steckt hier im Details.

Videoanleitung

Shared Memory aktivieren

Filesystem hinzufügen

Anschließend fügen wir neue Hardware hinzu.

In unserem Fall ein „Filesystem“, Driver „virtiofs“. Im „Source path“ stellen wir nun den Ordner ein, welchen wir zur Verfügung stellen wollen. Dies kann auch schreibgeschützt erfolgen.

Fehler: „Error starting domain: operation failed: Unable to find a satisfying virtiofsd“

Anschließend wollte die VM nicht mehr starten. Hier muss dann noch „virtiofsd“ installiert werden:

sudo apt install virtiofsd

Winfsp in Windows installieren

In Windows müssen nun noch „Winfsp“ installieren.

virtio-win Installieren

Falls die Gasterweiterungen noch nicht installiert sind, müssen wir das dies noch erledigen. Diese gibt es hier zum Download. Wahlweise als ISO oder als .exe Datei.

Der Treiber wird automatisch mit installiert.

Prüfen, ob der Dienst läuft

Anschließend sollten wir prüfen, ob der Dienst läuft und auch automatisch gestartet wird. Der Dienst heißt „VirtIO-FS Service“. Bei Starttyp stellen wir am besten auf automatisch.

Nun sollte alles da sein!

Hat alles funktioniert, sollte beim nächsten Neustart nun unser Ordner als Laufwerk im Explorer erscheinen.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Erklärung: funktioniert mit UBUNTU 24.04 und Win10-Gast prima.
    Verwundert bin ich jedoch, dass sich der Treiber nicht um irgendwelche Berechtigungen auf der UBUNTU-Seite kümmert. Der Benutzer kann aus dem Win10 heraus jede Datei auf UBUNTU ändern, was er direkt in UBUNTU nicht kann! Muss ich da noch was nachbessern?

    1. Guter Punkt 👍
      Das liegt daran, dass virtiofs über einen eigenen Dienst läuft (oft mit höheren Rechten) und nicht sauber an die Linux-Userrechte gebunden ist. Dadurch kann Windows mehr als der lokale User.
      Wenn du das einschränken willst, solltest du entweder den freigegebenen Ordner begrenzen oder alternativ über Samba arbeiten.

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