Hardware ist heute unbezahlbar? Ein Blick zurück!

Früher war alles besser? Leider nicht. Hardware war früher noch teurer als heute und schlechter verfügbar.

In den letzten Jahren ist etwas passiert, was früher undenkbar war. Neue Hardware und Computerpreise gingen nicht nach unten, sondern stiegen oder blieben gleich. Grafikkarten, RAM und Speicher sind recht teuer geworden, da die KI-Firmen den Markt leer kaufen. Es gibt bereits Befürchtungen, dass der normale Anwender am Ende hinten runterfällt und privates Computing irgendwann am Ende ist.

Ich denke, so schlimm ist es nicht!

Hardware so billig wie nie

Computer und Hardware sind heute so billig wie nie. Wenn man ein wenig schaut, einen Leasing-Rückläufer nimmt und nicht das aktuellste Spiel zocken will, findet man jede Menge günstige Angebote. Einen Rechner, mit dem ich normal arbeiten kann, finde ich gebraucht als Leasing-Rückläufer für unter 100 Euro.

Zum Zocken und Arbeiten genügt ein Rechner, der ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Mein PC ist jetzt 5 Jahre alt und mit 32 GB RAM, 2 TB SSD und einer Geforce 4090 spielt er noch jedes Spiel ab. Vermutlich wird das auch die nächsten 5 Jahre der Fall sein.

Früher war’s schlimmer!

Früher ist Hardware schneller veraltet, war ohne Internet schwerer zu bekommen und verdammt teuer. Blicke ich auf die 90er zurück, hatte ich 1991 meinen ersten Computer, einen Amiga 500. Sensationelle Grafik und Sound für die damalige Zeit.

1992 kam dann der erste PC. Ein 286er, gebraucht für 800 DM. Wenn man bedenkt, dass der Prozessor bereits Anfang der 80er Jahre erschien, immer noch verdammt teuer. Neue Spiele waren damit einfach nicht drin. Ging halt nicht. Wing Commander und Doom liefen nicht, daher wurde Civ gezockt, minutenlang bei Colonization auf den Computerzug gewartet und in Wolfenstein 3D gemeuchelt.

1994 kam dann der 486er, ein dann der 486er, . Alles neu, alles schick und alles lief. Doom 2, Duke Nukem 3D, Worms, Civ 2.

Für ungefähr ein Jahr. Windows 95 kam raus, das lief noch ganz okay, allerdings kamen Spiele langsam an die Grenzen und Quake war nicht mehr als eine Diashow.

Hardware war damals schwer zu bekommen und teuer. Der 486er bedeutete jahrelanges Sparen. 3500 DM gingen über den Tisch, viel Geld damals. Neue Hardware? Schwierig. Hier fiel mal irgendwo eine gebrauchte Festplatte ab, irgendwo flog ein Mainboard raus und im Computerladen fragte man mal nach einem neuen Prozessor. Irgendwann hatte ich dann einen AMD K6-3D. 1997 oder so. Lange aktuell blieb das System nicht, da die ersten 3D-Spiele rauskamen und nun auf einmal eine neue, teure Grafikkarte brauchten.

Blickt man auf die 10 Jahre der 90er zurück, fing ich mit dem Amiga 500 an. 2000 zockten wir dann Half-Life auf Prozessoren mit fast einem Gigahertz und Grafikbeschleuniger.

Ein 10 Jahre alter PC kann heute im Grunde fast alles, was ein aktueller PC auch kann. Früher konnte man gut und gerne alle 2 Jahre seine Hardware tauschen, was damals auch der Grund für mich war, für einige Jahre aus dem Gaming auszusteigen beziehungsweise auf Konsole umzusteigen. Hier war zumindest die Hardware für ein paar Jahre stabil.

Hardwarepreise heute

Klar ist es ärgerlich, wenn ich für RAM heute ein paar Hunderter drauflegen muss, wenn ich etwas Aktuelles haben will. Wer das nicht will, muss ein wenig Kompromisse eingehen. Wie früher. Gebrauchte Hardware kaufen, nach und nach aufrüsten. Der beste Spartipp ist einfach, besonders beim Gaming, ein paar Jahre hinterherzuhängen. Dann kann man alles im Angebot abstauben und fertig.

Rückblickend hat mir die Zeit auch viel gebracht. Wir haben gebastelt, geschraubt, optimiert und dabei viel gelernt.

Und vielleicht kommt diese Zeit ja ein wenig wieder.

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