Bluetooth Lautsprecher als Radioersatz im Auto?

Unterwegs im Auto Podcasts oder Musik hören. Wer ein Auto hat, welches halbwegs modern ist, der kann sich meist direkt mit Bluetooth zum Autoradio verbinden. Oder man hat wenigsten einen Klinkeneingang. Ist das Auto älter hat man meist Pech. Ein neues Radio kann man zwar einbauen, das ist aber entweder viel Aufwand oder mit entsprechenden Kosten verbunden. Auch sind immer mehr Hersteller dazu übergegangen, dass die Radios nicht ganz die Standard-Bauform haben.

Deswegen beschäftigen wir uns heute mit der Frage, ob es nicht mit einer kostengünstigen Bluetooth-Box, welche einfach im Auto platziert wird, nicht auch möglich ist, das Auto entsprechend “nach zu rüsten”.

Die Hardware

In meinem Test kommen drei verschiedene Lautsprecher zum Einsatz. Zwei Modelle von Aukey und ein Gerät von Anker. Generell stellen sich verschiedene Fragen vor dem Einsatz. Die Erste: wie platziere ich den Lautsprecher, dass er sicher steht und nicht beim nächsten Bremsmanöver durchs Auto fliegt. Hier sollte man sich entsprechend Gedanken machen und den Lautsprecher je nach den Möglichkeiten entsprechend fixieren.

Die zweite ist, wie gut ist die Qualität und wie gut kommt die Lautstärke gegen die Motorgeräusche an.

Die drei Kandidaten

Im Test kommen drei verschiedene Größen zum Einsatz. Ein kleiner Outdoorslautsprecher von Aukey, ein ebenfalls kleiner Brüllwürfel von Anker und ein etwas größeres Modell von Aukey. Mit allen drei Modellen verbindet sich das Handy automatisch, sobald es sich in Reichweite verbindet. Umständliches manuelles Pairing der Geräte ist etwas, was man nicht jeden Morgen im Auto von Hand machen will.
Alle Geräte können über Micro-USB geladen werden. In Verbindung mit einem KFZ-USB-Ladegerät, kann das Ding auch unterwegs geladen werden.

Aukey Outdoor Lautsprecher

Fragen wir mit dem kleinsten Modell an. Der Outdoor Lautsprecher von Aukey (Testbericht). Er ist etwas kleiner als eine Getränkedose. Die Idee ist, dass man diesen einfach in einen Kaffeebecherhalter im Auto platziert. Dort ist er einigermaßen sicher platziert. Sollte es ihn doch mal rauskegeln, schützt ihn zumindest die gummierte Außenhülle. Als kleinster im Bunde ist die Frage, wie er sich beim Fahren so schlägt. Kommt genug Ton heraus? Die Antwort ist: kommt drauf an. Er schlägt sich ganz gut, für Podcasts reicht er aus. Bei Musik muss man allerdings Abstriche in Kauf nehmen. Hier fehlt es an Volumen. Gegen die Motorgeräusche kommt er an, auch wenn man ihn ordentlich aufdrehen muss.

Auch wenn man problemlos Musik hören kann, würde ich diese Variante eher für Podcasts empfehlen. Der Vorteil: das Ding ist klein und kompakt und kann im Getränkehalter untergebracht werden. Auch der günstige Preis von 13 Euro spricht für das Gerät.

Anker A7908 Bluetooth Speaker Boombox

Das Gerät von Anker (
Testbericht
) ist ebenfalls in die Kategorie kleiner Brüllwürfel einzuordnen. Durch die vierreckige Form kann er bei meinem Auto in die mittlere Ablage platziert werden, zwischen Schalthebel und Handbremse. Dort steht er dann auch recht sicher. Die Tonqualität ist besser als bei der kleinen Aukey Rolle, aber auch hier merkt man die Limitierungen bzgl. der Größe. Podcasts und Hörbücher, welche nur aus Sprache bestehen funktionieren ganz gut. Für Musik fehlt auch hier das Volumen. Auch hier kommt der günstige Preis von 33 dem Käufer entgegen.

Aukey SK-S1 Bluetooth Lautsprecher

Der dritte und größte Lautsprecher im Bunde ist der Aukey SK-S1 (Testbericht) Lautsprecher. Die Größe verspricht wesentlich besseren Klang und Musikgenuss, stellt den Anwender aber auch gleich vor die Frage, wo man das Ding denn im Auto sicher platziert. Der ideale Platz ist meinem Auto ist direkt unter der Mittelkonsole. Aber ohne zusätzliche Befestigung geht es hier nicht. Zu groß ist sonst die Gefahr, dass es bei Kurvenfahrt oder Bremsungen durch die Gegend fliegt. Anbieten würde ich sich hier ein starkes Klettband oder doppelseitiges Klebeband, wobei letzteres das Ding eher permanent mit dem Auto verbindet.

In meinem Auto habe ich deswegen den Platz im Handschuhfach vorgezogen. Dort steht es recht sicher, dafür kommt der Ton nicht mehr so schön zentral. Als größtes und mit 43 Euro auch teuerstes Modell im Test, liefert es auch die besten Ergebnisse. Podcasts und Musik, beides klingt gut, hat ordentlich Volumen und auch einen hörbaren Bass. Auch wenn hier gilt: an die eingebauten Lautspreches des Autos kommt es nicht heran.

Fazit

Kann man das Auto mit einem Bluetoothlautsprecher “nachrüsten”? Die Antwort lautet prinzipiell ja. Man sollte sich aber im Vorfeld Gedanken machen, was man will. Will man unterwegs Podcasts hören, reicht im Zweifelsfall ein kleiner Brüllwürfel aus. Wer Musik hören will, sollte zu etwas größerem greifen, sofern Platz vorhanden ist, um den Lautsprecher sicher zu platzieren. Hier sollte man sein größtes Augenmerk draus ausrichten: sichere Platzierung. Nichts ist übler, als ein Lautsprecher der durch die Gegend fliegt und im schlimmsten Fall am Ende die Bremse blockiert.

An die eingebauten Lautsprechers des Autos reichen, zumindest die hier getesteten Modelle nicht heran. Wer die Möglichkeit hat, das Auto mit einem Bluetooth-Radio nachzurüsten und den Aufwand nicht scheut, fährt damit sprichwörtlicher besser. Ansonsten hat man, wie der Test zeigt, die Möglichkeit das Auto schnell um eine Abspielmöglichkeit von Audio über Bluetooth nach zu rüsten. Perfekt also auch für Autos, von denen man nicht weiß wie lange man sie noch fährt.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.