Wechsel von Nextcloud auf Google

Nicht erst seit dem NSA-Skandal hoste ich die meisten meiner Dienste selbst. Seafile ersetzt die Dropbox, Subversion ersetzt die Quellcodeverwaltung aus der Cloud, RSS-Feeds aboniere ich mit meinem eigenen Dienst. Chats laufen über einen eigenen Jabber-Server. Kontakte und Kalender laufen über NextCloud. Bis jetzt, damit ist jetzt Schluss.

So schön das Hosten der Dienste auf der eigenen Kiste daheim in der Theorie ist. In der Praxis darf man sich mit Konfigurationen, Updates, Linux und Co. herumärgern. Bereits die Einrichtung ist ordentlich Arbeit. Aber auch die Wartung ist nicht ohne. Sicherheitslücken müssen gestopft werden, Updates stehen an. Gut wenn diese ohne Probleme durchlaufen, oft ärgert man sich nur über eine Fehlermeldung, welche den Dienst zu unpassenden Zeiten lahmlegt.

NextCloud habe ich bisher verwendet um Kalender und Kontakte mit meinen Telefonen und Computern zu synchronisieren. Da NextCloud wesentlich mehr bietet, hatte ich hier stets das Gefühl mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Vor NextCloud hatte ich OwnCloud. Nachdem der Server abgeschmiert ist und dieser neu eingerichtet werden musste, ging das Update von OwnCloud nicht, so dass ich dieses neu installieren musste. Die bisherigen Daten konnten nicht übernommen werden. Am Ende habe ich die alten Daten mittels VCard und CSV-Dateien
importiert. Was damals auch erst nach guten Zureden funktioniert hat. Die Weboberfläche war stets langsam und machte nie Freude zur Benutzung.

Bereits damals war ich kurz davor das alles über den Haufen zu werfen.

Nachdem nun wieder mal Updates anstanden, habe ich beschlossen die Sache auf sich beruhen zu lassen. Meine Zeit ists mir nicht mehr wert, mich um die Konfiguration, Updates und Fehlermeldungen zu kümmern. Wenn ich mich nur alle paar Monate um solchen Kram kümmere, stehe ich stets gefühlt wieder am Anfang.

Also habe ich meine Kontakte und Kalender exportiert und in die Google Cloud geworfen. Das Ganze war in 10 Minuten erledigt. Keine Fehlermeldungen, welche den Dateiaufbau bemängelten und den Import abbrachen. Dann noch die mobilen Geräte auf den neuen Dienst eingerichtet und NextCloud vom Server geworfen.

So schön das Selbsthosting ist, am Ende ist es jede Menge Arbeit und wenn man dies nicht zu seinem Hobby erklärt oder beruflich täglich erledigt, wirds auf Dauer aufwändig die Dinge am Laufen zu halten. Ob ich noch weitere Dienste ablöse? Erstmal nicht, obwohl auch der eigene Jabber-Server etwas auf der Abschussliste steht. Schlicht zuviel Aufwand für den Nutzen. Auch dieser konnte beim letzten Einrichten, die alten Backups nicht einlesen und ich durfte alle Benutzer neu anlegen.

Seafile, Subversion und der RSS-Dienst laufen ohne große Probleme und werden weiterhin selbst gehostet. Hier stehen Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis.

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