Die Komplexität der Geräte

Eine Vielzahl an Geräten umgibt uns heute, Smartphone, Tablet, Notebook, wahlweise Desktop-PC oder auch eine Smartwatch. Lange Zeit schien es, als ob diese Geräte uns hilfreich zur Seite stehen, Arbeit abnehmen und das Leben einfacher machen.

Doch jedes Gerät benötigt auch für sich Aufmerksamkeit. Es vergeht keine Woche, da habe ich 20 – 30 Updates auf meinem Smartphone anstehen. Geladen werden will es mindestens jeden zweiten Tag, am besten mit unterschiedlichen Ladegeräten und Kabeln. Das Spiel wiederholt sich beim Tablet. Das Windows auf dem Laptop begrüßt mit Updates, welche installiert werden wollen. Beim Start von Programmen wird auf Updates geprüft, welche mit Bestätigung gleich installiert werden können.

Das kurze Starten der Software setzt eine ganze Reihe von unproduktiven Aktionen in Gang, welche vor allem eins tun: von der eigentlichen Arbeit abhalten und Blindleistung verursachen.

Weniger ist mehr

Besonders ist mir das bei meinem Arbeitsplatz aufgefallen. Lange Zeit hatte ich dort einen normalen Desktop-PC. Dazu hatte ich einen Laptop für unterwegs. Der PC war stets aktuell, die Windows- und Programmupdates installierten sich mehr oder weniger nebenbei. Gleiches gilt für neue Programme.

Wenn ich dann doch mal unterwegs arbeiten wollte, ging das Problem los. Der Laptop holte die Windows-Updates nach. Download, Installation und Neustart. Viele Programme brachten ebenfalls Updates mit. Die Daten mussten sich synchronisieren, dank Seafile, Dropbox und Subversion das geringste Problem, sofern man über vernünftiges Internet verfügt.

Und natürlich fehlte die praktische Software, die man gerade erst auf dem anderen Rechner installiert hat. Um unterwegs arbeiten zu können, ging einiges an Zeit ins Land.

Desktop-PC adé

Mit dem Neukauf des Laptops überlegte ich, wie ich die Situation verbessern könnte. Der Desktop-PC war praktisch, zu wenig Speicher? Schnell eine neue Festplatte eingebaut. SSDs waren teuer, daher wurde die kleine SSD für das System und Programme verwendet. Inzwischen hat auch der Laptop 16 GB RAM und eine 500 GB SSD. Größere SSDs dürften mittelfristig preiswerter werden, sodass man später aufrüsten kann.

Der Desktop ist jetzt einigen Wochen weg. Auf dem Laptop sind alle Daten und Programme, immer aktuell. Updates müssen nur auf einem Gerät gemacht werden. Die Geschwindigkeit des Laptops passt auch. Der Laptop hängt am bisherigen Monitor, Tastatur und Maus. Der Monitor des Laptops dient als Zweitmonitor, welcher ebenfalls vom Schreibtisch verschwunden ist. Für unterwegs muss ich den Laptop nur abstöpseln und weiter geht es.

Wie geht es weiter?

Ich bin derzeit intensiv am überlegen, welche Geräte ich brauche.
Derzeit sind Smartphone, Tablett, Laptop und auch noch ein Netbook unterwegs. Verzichten könnte ich auf Netbook und Tablet.

Am Ende sollte man stets kritisch hinterfragen, welche Geräte einen echten Mehrwert bieten und welche nur Arbeit verursachen, damit uns am Ende die Geräte dienen und wir nicht den Geräten.

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