SonoAir – Airplay in einfach auf die Sonos-Box

Eines meiner Dauerthemen: wie bekomme ich Musik und Sound auf mein Sonos-System ohne Nutzung der Sonos-App. Obwohl diese eigentlich ganz gut ist, will ich ab und zu einfach mal etwas über Airplay wiedergeben, wenn ich am Mac bin. Bislang habe ich das mit Airsonos gemacht. 

Das Kommandozeilentool lässt sich mit etwas Gefrickel installieren und funktioniert danach problemlos. Trotz allem ist es umständlich erstmal ein Terminal zu starten und den entsprechenden Befehl einzutippen. Für Mac-User gibt es jetzt aber Abhilfe. Die kostenlose Anwendung Sonoair.

Der Vorteil ist, dass die bisherige Frickelei auf entfällt. Die App einfach starten und schon werden die im Netzwerk verfügbaren Sonos-Geräte angezeigt. Die Lautstärke lässt sich ebenfalls regeln. Wie bereits erwähnt, die Software ist kostenlos, der Autor freut sich aber auch über Spenden. 

SonoAir

Beliebigen Sound auf Sonos streamen unter Windows

Sonos ist ein tolles System, hat aber den entscheidenden Nachteil: ohne App läuft in der Regel nix. Hier kann man MP3s und lokale Inhalte auswählen, aber zum Beispiel ist es nicht direkt möglich irgendwas auf auf dem Sonos-System wiederzugeben. Wird die Musik-App nicht unterstützt oder will man den Radiosender im Browser aufrufen, Pech gehabt.

Da ich ab und zu mal Podcasts in der Küche wiedergeben möchte, habe ich etwas geschaut, wie ich mein Windows-Tablett zur Wiedergabe bewegen kann.

Die Lösung kommt in Form der kostenlosen Anwendung “StreamWhatYouHear”. Nach der Installation erscheint diese im Info-Bereich der Taskleiste. Die Optionen erscheinen im Menü, wenn man mit rechter Maustaste draufklickt. Zwar wird das Sonos-System direkt erkannt, aber aktiviert man das Streaming erscheint nur eine Fehlermeldung in der Sonos-App.

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Wäre auch zu einfach. Die Lösung liegt nun darin, den Stream der Anwendung als Radio-Sender in Sonos einzurichten.

Dazu geht man in die Einstellungen:

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Hier aktiviert man zuerst mal einen festen Port, damit sich dieser nicht jedes Mal ändert. Wer will kann auch die Option “Automaticaly run SWYH when I log in” aktivieren. Dann startet das Programm beim Systemstart. Neben dem festen Port ist eine feste IP auch hilfreich. Wer eine Fritz-Box hat kann dies recht einfach in den WLAN-Einstellungen vornehmen.

Nun benötigt man noch die URL des Streams. Diese bekommt man ebenfalls über das Symbol im Info-Bereich (Tools –> HTTP-Livestreaming):

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Diese kopieren wir und fügen diese in Sonos ein. Einen eigenen “Radio-Sender” kann man über das Menü “Verwalten” –> Radiosender hinzufügen anlegen.

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Nachdem der Sender angelegt ist, können wir jetzt den Sender abspielen indem man auf eigene Radio-Sender geht.

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Das war es auch schon. Alle Soundausgaben, sei es von Podcasts, der Spotify-App werden nun auch auf dem Sonos ausgegeben. Es gibt ein paar Sekunden Verzögerung, deswegen etwas Geduld, wenn man irgendwas startet.

Windows 8.1 Benutzer haben noch ein anderes Problem: Ton wird nun doppelt ausgegeben. Auf dem Gerät selbst und auf dem Sonos. Deaktiviert man die Tonausgabe hört dummerweise auch die Wiedergabe auf dem Sonos auf. Wer einen normalen PC hat, kann die Lautsprecher einfach ausstellen, auf Notebook oder Tablett ist das meist schwierig.

Dies scheint leider ein Bug zu sein. Workaround ist bisher nur einfach ein paar Kopfhörer oder ein Kopfhörerkabel auszuschließen.

Cooler Streaming Lautsprecher: Sonos Play:1 und Bridge

Sonos_Play1Auf der Suche nach einem neuen guten Küchenradio, welches den Stand der Technik entspricht; soll heißen: guter Sound ist Pflicht, eigene Musiksammlung von iPad, IPhone & Co streamen und Internetradio muss auch drin sein; bin ich nach einigem Ringen zwischen Sonos und Bose bei der Play:1 von Sonos gelandet.

Vorweg: Wer Ansprüche hegt, dem das Geld nicht fehlt. Das schnucklige Teil kostet 200 Piepen und mit Bridge packt man noch einen Fuffi drauf.

Diese “Brücke” spannt ein eigenes Sonos-Wireless-Peer-to-Peer-AES-verschlüsseltes Netzwerk auf um Daten aus dem Internet variabel zu einzelne Player/Boxen zu streamen. Die Bridge wird benötigt, wenn man am Standort des Sonos_BridgeLautsprechers keinen Ethernet-Anschluss zum Router zur Verfügung hat, was wohl in den meisten Fällen zutreffen wird. Außerdem ermöglicht die Bridge zukünftige Erweiterungen. So kann man z.B. in jedem Zimmer einen Sonos-Lautsprecher aufstellen und über die Sonos-App per Smartphone mit unterschiedler oder der gleichen Musik beströmen. Der Beschallung sind damit zum Leidwesen der Nachbarn kaum noch Grenzen gesetzt. Angeschlossen wird die Bridge über einen Ethernet-Port am Router. Und wer jetzt rumjammert, dass kein Port mehr frei ist: Die Bridge ist mit einem 2-Port-Switch bestückt. Wie zerronnen so gewonnen.

Den Lautsprecher selbst gibt es in Schwarz und Weiß und mit dem relativ guten Design und einer Größe von 12cmx16cm kann man ihn so gut wie überall aufstellen, ohne dass er zum störenden Blickfang wird. Auf der Rückseite hat die Box einen Ethernet-Port zum Anschluss an das heimische LAN oder an die Bridge, welcher aber bei Wireless-Verbindung mit der Bridge jungfräulich bleiben darf. Für die direkte Bedienung gibt einen Taster für Laut&Leiste sowie einen für Stopp. Für alles andere zückt man die zugehörige kostenlose App. Wer sich die komplette Spezifikation reinziehen will, schaut hier bei Sonos nach.

Sonos Bridge: Das wird geliefert!

Auch wenn in meinen beiden Empfänger für auditive Luftdruck und –dichteschwankungen nicht das filigrane Musikerohr steckt, muss ich schon sagen, dass der Sound das alte 15€-Küchenradio bei Weitem übertrifft. Mit einer zweiten Play:1 kann man einen weiteren Klangsprung in Richtung Stereo machen. Und wer dann noch Kleingeld im Portemonnaie hat macht den Quantensprung zur Play:3 oder Play:5. Die maximale Lautstärke ist vollkommen ausreichend. Man kann bei offenen Türen locker alle Räume einer 70m² Wohnung beschallen.

Sonos Play:1: Was euch erwartet!

Eine kleine Bitternote hat das Ganze: Der Verbrauch im Ruhezustand wird von Sonos mit jeweils 4 Watt für die Play:1 und für die Bridge angegeben. 8 Watt übers ganze Jahr läppern sich zu 70,08 kWh, was sich dann bei ca. 30Ct/kWh mit ungefähr 21€ extra Stromkosten im Haushaltsbudget niederschlägt. Über den guten Vorsatz immer emsig die Netztrennung per Steckerziehen zu realisieren, wenn das gute Teil nicht gebraucht wird, wird alsbald die Bequemlichkeit siegen. Denn ehe die Box und die Bridge nach Wiederherstellung der Stromversorgung zueinander finden, gehen etliche gelangweilte Sekunden ins stumme Land. Wer das Radio einschaltet, möchte eigentlich sofort beschallt werden und dazu lässt man die Komponenten besser an der Elektronenspeisung.